ForTraders.org: Laut dem jüngsten CFTC-Bericht verringerte sich die Gesamtlangeposition des Dollars um 11 Milliarden auf 26,2 Milliarden Dollar, was den niedrigsten Wert seit August 2014 darstellt. Die saldierte Kurzposition im Euro verringerte sich um 6,9 Milliarden auf 12,6 Milliarden Dollar – den niedrigsten Wert seit Mitte Juli des letzten Jahres.
Bedeutet dies, dass das Vertrauen der Marktteilnehmer in die europäische Währung wächst und wir in naher Zukunft eine Stärkung des Euros gegenüber dem Dollar beobachten werden?

Anleger verlieren nicht den Optimismus hinsichtlich USD
Sergej Kamenščikov, Analyst von IFC Markets: Laut dem jüngsten Wochenbericht der CFTC vom 19. Juni ist die Langposition im Euro weniger als 20 % des gesamten Volumens der Futures-Kontrakte für die europäische Währung. Unter den liquidesten Währungen, die gegenüber dem US-Dollar gehandelt werden, zeigt nur der Schweizer Franken mehr als 50 % der Langpositionen des gesamten Handelsvolumens dieser Währung – 90 % Long, 10 % Short. Das bedeutet, dass die Position der Anleger gegenüber dem USD weiterhin optimistisch bleibt, während sie gegenüber dem EUR etwas pessimistisch ist.
Dennoch wurde die Kurzposition im Euro tatsächlich reduziert um 7 Milliarden Dollar in der vergangenen Woche. Dies liegt vor allem an der Veröffentlichung der Ergebnisse des FED-Sitzungsberichts. Die Funktionäre der Federal Reserve senkten zum zweiten Mal in diesem Jahr ihre Wachstumsprognose für 2015 auf 1,8 % bis 2,0 %. Janet Yellen bestätigte, dass die FED weiterhin plant, die Zinsen in diesem Jahr zu erhöhen, wenn die Wirtschaft überzeugende Ergebnisse zeigt.
Infolgedessen fiel der ICE-Dollarindex um 0,7 %. Der Euro ist der unmittelbare Konkurrent des USD – ihre Anteile am Umsatz zwischen Zentralbanken betragen jeweils 44 % und 17 %. Das bedeutet, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass Anleger ihre Währungspakete in Richtung Euro verschieben. Es sei daran erinnert, dass sein Handelsanteil gegenüber dem USD 24 % des gesamten Umsatzes ausmacht. Zum Beispiel beträgt der Anteil des britischen Pfunds nur 8 %. Aus diesem Grund sind die Änderungen der Gesamtstellung des Dollars und des Euros mit 11 Milliarden Dollar gegenüber 7 Milliarden Dollar vergleichbar.
Der Schweizer Franken ist führend im Verlangen der Marktteilnehmer
Die Änderung der wöchentlichen Korrelation zwischen EUR und dem Dollarindex ist in der Abbildung unten dargestellt. Wie wir sehen können, sank der Indikator von -60 % auf -80 % Prozent am 16. und 17. Juni, also kurz vor und nach der Aussage der FED. Dies bestätigt die These der „Zwischenersetzbarkeit“ dieser beiden Währungen in diesem Zeitraum.

Trotz der Unsicherheit bei griechischen Krediten ist die US-Monetarpolitik ein fundamentalerer Faktor für Anleger. Das ist zu erwarten, wenn man den Umsatz beider Währungen auf dem interbankenmarkt vergleicht, der eine Differenz von mehr als zwei Mal zeigt.
Aber der Franken hat sich nach wie vor größter Beliebtheit erfreut, der nach der Aufhebung der Bindung an den Euro zur Sicherheitswährung wurde – 90 % Long, 10 % Short für Futures am Ende der Woche.
Unter dem Druck von Sizilien (griechischen Schuldenproblemen) und Charybdis (Verlangsamung der amerikanischen Wirtschaft) bevorzugten Anleger die Stabilität der schweizerischen Bankensystem und den bitteren schweizerischen Schokolade.
Vorhersagen und Signale für heute:
- Prognose der Ölpreise: technische Analyse von WTI — CLx am 24. Juni 2015
- Der GBP/USD-Anstieg wird noch einen Monat andauern und von der Bank of England auf dem Niveau von 1,60–1,65 gestoppt werden
- Der Goldpreis wird weiter abnehmen und auf die Niveaus von 1154,70 und 1128,86 fallen
- FED: September ist ein Monat der Zinserhöhung
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