Der Handel mit Anleihen ist eine der ältesten und traditionellsten Formen finanzieller Investitionen, die bereits seit über tausend Jahren bekannt ist. Obwohl diesen Papieren etwas von dem Glanz und dem Reiz des Aktien- und Devisenmarktes fehlt, behalten sie stets ihre Attraktivität für Anleger.

Was sind Anleihen
Anleihen werden von Unternehmen oder Organisationen herausgegeben, um Finanzierung zu sichern.
Wenn ein Anleger Anleihen eines solchen Unternehmens oder einer Organisation kauft, leiht er diesem Unternehmen in Wirklichkeit einen Betrag aus seinen Mitteln und schließt einen Vertrag zur Rückzahlung dieses Betrags zu einem im Voraus festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft ab. Während des Zeitraums zwischen Ausgabe der Anleihen und Rückzahlung des Darlehens erhält der Anleger eine Reihe von Zinszahlungen, die als “Kupons” bezeichnet werden.
Der Ertrag des Anlegers oder “Ertrag bei Fälligkeit” bestimmt den Gesamtertrag als prozentualen Anteil der ursprünglichen Investition, der je nach Risikoprofil des Unternehmens oder der Organisation – des Emittenten der Anleihen – variieren kann. Die Investition in Anleihen kann ein hervorragender Weg sein, um das Portfolio zu diversifizieren.
Anleihen: hohe Rendite oder großes Risiko
Hochverzinsliche Anleihen bieten dem Anleger den Vorteil einer höheren Rendite in Form von Kuponzahlungen, haben jedoch ein erhöhtes Risiko von Ausfall. Eine hohe Rendite bei Unternehmensanleihen eines bestimmten Unternehmens bedeutet, dass der Emittent kein erstklassiges Unternehmen oder eine Organisation ist und es besteht ein Risiko, dass die Kupons und der Hauptbetrag nicht an den Anleger ausgezahlt werden.
Im Gegensatz dazu haben niedrigverzinsliche Anleihen geringere Kuponzahlungen, aber ein reduziertes Ausfallrisiko, und die Wahrscheinlichkeit, dass alle Kuponzahlungen und der Hauptbetrag dem Anleger zugutekommen, ist viel höher, wenn der Anleger die Anleihe bis zur Fälligkeit hält.
Beim Entscheiden, in welche Anleihe eines Unternehmens Geld investiert wird, ist es wichtig, den Kreditrating des Emittenten sorgfältig zu prüfen und das Ausfallrisiko zu berechnen. Organisationen mit einem Rating auf Ebene BB oder darunter gelten als von schlechter Qualität, während der maximale Ratingwert AAA ist.
Unternehmen mit einem hohen Rating bieten normalerweise eine niedrigere Rendite im Vergleich zu Unternehmen mit schwachem Rating an. Obwohl das Investitionsrisiko bei hochverzinslichen Anleihen höher ist, ist es wichtig, die Ursache dieser Rendite sorgfältig zu untersuchen.





