ForTraders.org 18/05: In den ersten drei Wochen von Juni muss Griechenland 1,5 Milliarden Euro an die IMF zahlen. Bereits am 12. Mai hat die griechische Regierung einen Teil des Kredits an die IMF mit 750 Millionen Euro aus dem Spezialen Währungsschlüssel (SDR) dieser Organisation beglichen. Diese Mittel müssen jedoch innerhalb eines Monats zurückgezahlt werden. Griechenland verfügt nicht über diese Mittel, wie der Premierminister Alexis Tsipras erklärte. Er warnte auch die EU-Regierungen davor. Wenn keine neue finanzielle Hilfe bereitgestellt wird, kann Griechenland seine Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern nicht mehr bedienen.

Auf dieser Grundlage beruhigte Tsipras das Volk des Landes, dass soziale Verpflichtungen und Wahlversprechen in Bezug auf Renten und Arbeitsbedingungen eingehalten werden.
Außerdem befeuert der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Sorgen in der Eurozone, da er schädliche Auswirkungen für Europa sieht, falls Griechenland aus dem Euro-Raum austritt. Laut seiner Meinung würde das Vertrauen in europäische Länder durch andere Länder verloren gehen, wenn die Eurozone nach einem solchen großen Krisenfall zerbrechen würde.
Zudem ist zu beachten, dass Griechenland im Juli und August 6,7 Milliarden Euro an Verpflichtungen gegenüber der EZB zahlen muss. Danach bleiben noch 27 Milliarden Euro für die folgenden Monate. Daher schlug der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis vor, dass die EZB das Fälligkeitsdatum des Schuldenbezugs auf unbestimmte Zeit verschieben könnte. Die EZB versteht, dass Griechenland einfach kein Geld hat.
Griechenland: Insolvenz oder Restrukturierung
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