10 May, 2026

Griechenland fürchtet sich nicht vor dem Verlust des Euros

Vladimir Ivanov
RU DE

ForTraders.org 07/05: Griechenland reformiert seine eigene Wirtschaft, ohne auf die Meinung seiner wichtigsten Gläubiger zu achten: den IWF, EZB, und die Länder der Eurozone. Griechenland ist nicht daran interessiert, was sie denken, da es sich als souveränen Staat betrachtet und sich gegenüber niemandem verantworten muss.

Griechenland fürchtet sich nicht vor dem Verlust des Euros

Als erstes solches Handeln von griechischer Seite war die Durchführung einer Arbeitsreform. Der erste Gesetzestext beinhaltet die Rückkehr aller entlassenen Mitarbeiter des öffentlichen Sektors, was damals nach den Bedingungen der Gläubiger zur Finanzierung getan wurde, um Kosten zu sparen.

Die Position Griechenlands in dieser Situation ist, dass entweder ihr uns Geld gebt oder uns aus der Eurozone ausschließt.

Klarerweise bemüht sich das griechische Regime zunächst, seine Wahlversprechen zu erfüllen, um die Loyalität der Bevölkerung gegenüber der Macht zu erhöhen, aber Geld für diese Reformen muss irgendwo herkommen.

Andererseits versteht Griechenland sehr gut, dass ein freiwilliger Austritt aus der Eurozone nicht das sein wird, was positiv auf die Stimmung der Bevölkerung und die wirtschaftliche Lage des Landes wirken könnte. Griechen sind für den Erhalt des Euros und völlig gegen den Austritt Griechenlands aus dem Euro-Raum. Die Menschen sind nicht bereit, die griechische Drachme zurückzunehmen, die sofort nach ihrer Einführung abwerten würde und alle Vermögenswerte der griechischen Bevölkerung verlieren würden.

Andererseits, wenn Griechenland aus dem Euro-Raum ausgeschlossen wird, wäre das eine andere Situation. Das Regime könnte behaupten, es sei bereit gewesen, Verhandlungen zu führen und Lösungswege zu suchen. Dann könnte man andere dafür verantwortlich machen, insbesondere die drei Gläubiger und das Regime der Eurozone.

Insgesamt versucht Griechenland, zwischen dem Wohlbefinden der Bevölkerung und der Gewinnung neuer Kredite zu balancieren. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Bevölkerung, und wenn es nicht möglich ist, mit den Gläubigern abzusprechen, wird das griechische Regime seine Wähler wählen und nicht nachgeben dem IWF, der EZB und der Europäischen Kommission.

Gleichzeitig hat Deutschland bereits genug Leiden durch die Situation mit Griechenland erlebt, noch von Anfang des Jahrzehnts. Laut einer Umfrage geben 44 % der Top-Manager Deutschlands, von denen 673 befragt wurden, den Austritt Griechenlands aus der Eurozone an. 13 % der Befragten unterstützen den Ausschluss Griechenlands. 79 % äußern die Ansicht, dass der Austritt Griechenlands aus der Eurozone keine Kettenreaktion auslösen und die Eurozone nicht verlassen werden, doch bei etwas weniger als 25 % der Befragten löst eine solche Entscheidung Sorge über mögliche finanzielle Instabilität aus.

Über den griechischen Zahlungsausfall

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