10 May, 2026

Griechenland wählt zwischen Drachme und Euro, aber es gibt eine dritte Option

Vladimir Ivanov
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Griechenland kann zwischen Drachme und Euro wählen, aber es gibt eine dritte Option.

ForTraders.org 22/04: Der griechische Zahlungsausfall ist schon lange auf der Tagesordnung. Im Jahr 2015 stehen Griechenland Forderungen in Höhe von insgesamt 22,5 Milliarden Euro bevor. Davon sind 8,7 Milliarden Euro an die IMF fällig und 6,7 Milliarden Euro an die Europäische Kommission. Die nächsten Fälligkeitsdaten fallen auf den 1. Mai, an dem 203 Millionen Euro getilgt werden müssen, am 12. Mai 770 Millionen Euro und im Juni 1,6 Milliarden Euro.

Griechenland und Euro

In der aktuellen Situation kann Griechenland verschiedene Wege einschlagen. Bei der Analyse des möglichen Austritts aus der Währungszone sprechen Experten davon, dass dies nur zu einer Verschlechterung der Wirtschaft des Landes führen würde. Gleichzeitig gibt es auch solche, die die Vorteile einer eigenen nationalen Währung – der Drachme – sehen.

Ein Alternativansatz besteht darin, gleichzeitig zwei Währungen innerhalb des Landes zu verwenden. Die Einführung der griechischen Drachme neben dem Erhalt des Euros. Zu diesem Ansatz ist Griechenland momentan am stärksten geneigt.

Im Land fehlen Gelder, um die Schulden gegenüber den Gläubigern abzubezahlen. Zudem muss es Geld an Beamte und Rentner zahlen. Gleichzeitig übt die EZB kontinuierlichen Druck auf Griechenland und griechische Banken aus, indem sie den Zugang zu Liquidität unter bestimmten Umständen beschränkt, insbesondere bei der Auszahlung von Einlagen durch die Bevölkerung.

Der Liquiditätskrise, mit der Griechenland umgehen muss, wird es gezwungen sein, nach Lösungen zu suchen. Als Alternative wird die Ausgabe von Schuldverschreibungen durch die griechische Regierung in Betracht gezogen, die automatisch zur zweiten Währung im Land neben dem Euro werden können. Das Misstrauen gegenüber den Schuldverschreibungen würde einen eigenen Kurs der alternativen Währung gegenüber dem Euro hervorrufen. Dies ermögliche Griechenland, die Drachme faktisch nicht zurückzuzahlen, aber praktisch eine zweite Währung einzuführen, die frei emittiert werden kann, ohne Rücksicht auf die EZB zu nehmen.

Somit kann Griechenland, zwischen der Wahl, in der Eurozone zu bleiben oder eine eigene nationale Währung einzuführen, eine dritte Option wählen.

Über die griechische Schuld

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