ForTraders.org: Die Stimmung am Ölmarkt bleibt gedämpft, es gibt momentan keine besonderen Anlässe für Optimismus. Der Ölbedarf in China ist gesunken, das Angebot auf dem Markt ist weiterhin übermässig, die Produktion in den USA erreicht rekordhohe Werte, und OPEC plant nicht, ihre Quoten zu senken. Im Laufe der Zeit wird auch iranisches Öl auf den Markt zurückkehren.
Wie sehen Sie es? Können diese negativen Fundamentalfaktoren und die Unfähigkeit des Brent-Preises, den Niveau von 65 Dollar pro Barrel zu überwinden, eine potenzielle Preisreduzierung auf 58-60 Dollar pro Barrel verursachen?

Pawel Schipanow, Leiter des Analyseabteilungs bei Romanov Capital: Unsere Prognosen gehen davon aus, dass der Preis für die “etablierten” Ölmarken weiter sinken wird, basierend auf dem anhaltenden Prozess der Stabilisierung von Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt sowie der Suche nach einer Gleichgewichtspreis aufgrund verschiedener Faktoren.
Zunächst ermöglichen leicht konserverbare und neu in Betrieb genommene Bohrplattformen zur Förderung von Schieferöl, die bei Erreichen des Kostenlevels erneut in Betrieb genommen werden können. Dies führt zu einem Anstieg der überschüssigen Lagerbestände in den USA und anderen Ländern.
Zweitens führt das Aufheben der Sanktionsbeschränkungen für den Export von “schwarzem Gold” aus Iran nach Unterzeichnung der Dokumente vom 30. Juni über den friedlichen Einsatz der Atomenergie dieser Nahostnation dazu, dass sich der Export um eine Million Barrel erhöhen könnte. Experten schätzen, dass dies bereits in 12 Monaten der Fall sein könnte.
Drittens hat OPEC beim Juni-Treffen beschlossen, die tägliche Produktionsquoten auf 30 Millionen Barrel zu halten. Laut Einschätzung der Experten liegt die tatsächliche Produktion jedoch um mehr als eine Million Barrel über diesem Wert. Dadurch steigt das Angebot, während der weltweite Bedarf weiter abnimmt. Der Hauptverbraucher dieses Rohstoffs, China, reduziert seine Käufe aufgrund des Rückgangs der Industrieproduktion.
Ein weiterer Faktor, der sich ebenfalls auf die Entwicklung des Ölprenses auswirken kann, ist das Verfahren oder sogar Andeutungen über die Beginn der Verschärfung der Geldpolitik der Fed, was zu einem Anstieg des US-Dollar-Kurses führen wird.
Unsere Prognosen gehen davon aus, dass der Preis für das nordische Öl-Brent bis August auf 60 Dollar pro Barrel sinken wird, und im laufenden Jahr könnte der Preis bis auf etwa 56 Dollar pro Barrel fallen.
Weitere Prognosen zum Ölpreis an den Börsen
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