Im Sommer 2017 wird der Wechselkurs des Rubels unter Druck stehen, was sich auf die Entwicklung der Wechselkurse auswirken wird.
Der Sommer rückt näher und viele Händler planen Urlaub. Alle interessieren sich für die dringende Frage: Was wird mit dem Rubel in diesem Sommer passieren? Die Prognosen der Behörden sind optimistisch – es wird keine erhebliche Abwertung des Wechselkurses geben, vorausgesetzt, der Ölmarkt bleibt stabil. Dennoch sagen Finanzanalysten, dass die Risiken für die russische Wirtschaft nach wie vor hoch sind.
Also, Gefahren für den Wechselkurs des Rubels gegenüber dem US-Dollar im Sommer 2017.

1. Analysten gegen das Regime: Wer hat recht
Laut den von Vertretern der russischen Regierung geäußerten Prognosen werden sich die wirtschaftlichen Indikatoren Russlands im Jahr 2017 verbessern – nach der langen Rezession wird das Bruttoinlandsprodukt um 1–2 % wachsen, der Einkommenszuwachs wird wieder einsetzen und die Inflation wird auf 4–4,5 % abgebremst werden.
Dennoch zweifeln viele Analysten an diesen Bewertungen und betonen die weiter zunehmenden Probleme in der russischen Wirtschaft – fehlende strukturelle Reformen, ohne die das Bruttoinlandsprodukt in mittelfristiger Sicht null sein wird, sowie der Kapitalabfluss, der die Wirtschaft von Ressourcen für die Entwicklung entzieht.
Laut den neuesten Daten ist der Kapitalabfluss im Jahr 2017 um 6 % schneller geworden als im Vorjahr. Die Senkung des Leitzinses der Zentralbank Russlands machte den heimischen Markt für Spekulationskapital weniger attraktiv. Es ist zu beachten, dass diese Kennzahlen deutlich über den Prognosen des Regimes liegen. Gleichzeitig wurden bei der Auszahlung der ausländischen Schulden 700 Millionen Dollar weniger ausgegeben als im Vorjahr.
Bei Beibehaltung dieser Kapitalabflussraten könnte der Wechselkurs des Rubels gegenüber dem US-Dollar in diesem Sommer um 1–2 Rubel abnehmen.
Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die Fed ihre Zinssätze weiter erhöhen wird, was ebenfalls gegen den Rubel wirken wird.
2. Öl – immer noch Faktor Nummer 1 für den Rubel
Obwohl der spekulative Faktor manchmal es dem Rubel ermöglicht, sich von der Entwicklung des Ölmarktes zu lösen, bleibt der Ölpreis weiterhin der wichtigste Faktor für die Bildung des Wechselkurses der russischen Währung.
Experten der russischen Zentralbank schließen in kurzfristiger Perspektive eine Verringerung der Ölpreise auf 40–45 Dollar pro Barrel nicht aus. Obwohl positive Signale über die Einhaltung des OPEC+-Abkommens zur „Einfrierung“ der Fördermengen bestehen, sowie die weit verbreitete Erklärung Russlands und Saudi-Arabiens über die Notwendigkeit einer Verlängerung des Abkommens um weitere 9 Monate, ist das Gleichgewicht auf dem Ölmarkt bedroht.
Die Hauptbedrohung sehen Analysten in der Zunahme des Ölexportes aus den USA, der die Mengenreduktion aus Russland und den OPEC-Ländern kompensiert. Wir erinnern daran, dass Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Produktion im Golf von Mexiko zu erhöhen, und plant, sich wieder an der Entwicklung von Ölfeldprojekten im arktischen Schelf zu beteiligen.
Vor den Exporteuren steht eine Verhandlung über die Verlängerung des OPEC+-Abkommens, und es ist unwahrscheinlich, dass diese einfach sein werden. Ihre Ergebnisse hängen von vielen Faktoren ab, einschließlich der Verschärfung des Wettbewerbs zwischen Iran und Saudi-Arabien, was sich auf die Preisentwicklung auf dem Ölmarkt auswirken wird.
Es ist zu verstehen, dass sich in solchen Bedingungen auf dem Ölmarkt hohe Volatilität erhalten wird, was schlecht für die russische Währung ist. Außerdem stellt die Stärkung des Rubels bei niedrigen Ölpreisen eine Bedrohung für die Entwicklung der Wirtschaft dar. Die Regierung hat mehrfach erklärt, dass sie Marktinstrumente suchen wird, um den Wechselkurs des Rubels den Ölpreisen anzupassen, daher bei billigerem Rohstoff darf man nicht mit einem teuren Rubel rechnen.
3. Das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung setzt auf einen Anstieg des Dollars
Die Prognosen des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung gehen von einem schnellen Anstieg des Dollar-Kurses aus, dabei werden zwei Varianten betrachtet.
Der Basisszenario basiert auf dem Erhalt der Ölpreise über der Marke von 50 Dollar pro Barrel. In diesem Fall erreicht der Dollar-Kurs die Schwelle von 62 Rubel. Dabei schließen die Experten des Ministeriums plötzliche Schwankungen der Wechselkurse aus.
Das negative Szenario berücksichtigt das saisonale Rückgang der Preise für “schwarzes Gold” im Sommer, was zu einer Verschlechterung des Zahlungsbilanzsaldo führen wird. Diese Tendenz wird zu einer Abwertung des Rubels bis zu 68 Rubel pro Dollar führen.
Die Abwertung des Rubels hat positive Auswirkungen auf die Wirtschaft, betonen die Experten. Darüber hinaus kann die Regierung das Problem der Finanzierung des Haushaltsbudgets lösen.
4. Die Abwertung des Rubels steht bevor
[info_block align=”right” linkText=”Gedämpfte in Dreiecken… Mai-Prognosen für Euro, Öl und mehr.” linkUrl=”https://fortraders.org/fundamental/tehnicheskiy-analiz/zazhatye-v-treugolnikax-majskie-prognozy-evro-nefti-dr.html” imageUrl=”https://files.fortraders.org/cachethumb/images/226821.8ec027be1ce2cd92ed979862cdb443b7.jpg”>In Erwartung der Auflösung der Ereignisse haben die Märkte sich in Dreiecke gesammelt und bereiten einen starken Impuls auf Signal vor.
Eine moderate Devalviation des Rubels wird gleichzeitig mehrere Fragen lösen, meinen die Experten. Unternehmen, die auf den Export ausgerichtet sind, erhalten zusätzliche Unterstützung, was ein ne