Das Ziel des Handels auf dem Devisen-Forex-Markt ist, wie man weiß, die Erzielung von Gewinnen. Dabei wird jeder Händler Ihnen sagen, dass es keinen Handel ohne Verluste gibt. Um Ihre Verluste zu begrenzen und den gewünschten Gewinn rechtzeitig zu sichern, sind in der MetaTrader 4-Handelsplattform Orders für Stop-Loss und Take-Profit implementiert.

Take-Profit, oder im Händlersprachgebrauch einfach Take, ist eine Order, die Ihre Position schließt, wenn der vom Händler festgelegte positive Wert erreicht wird.
Stop-Loss, auch Stop genannt, ist die entgegengesetzte Order zu Take-Profit, die die Position schließt, wenn der vom Händler festgelegte negative Wert erreicht wird.
Wie richtet man also Stop-Loss und Take-Profit korrekt im Forex-Handel ein?

Verwendung von Stop-Loss und Take-Profit – Ansatz eines erfahrenen Händlers
Viele Händler bevorzugen es, ohne Stop-Loss und Take-Profit zu handeln und ihre offenen Positionen manuell zu schließen. Jeder hat das Recht, mit seinem Konto so umzugehen, wie er möchte, jedoch ist dies nach Auffassung des ForTraders.org-Magazins fehlerhaft. Dieses Thema ist sehr umfangreich; mehr über psychologische Aspekte der Einrichtung von Stop-Loss und Take-Profit-Orders können Sie hier lesen. Wir konzentrieren uns hier darauf, dass wir disziplinierte Händler sind, die stets sowohl Stop-Loss als auch Take-Profit anwenden.
Zunächst einige umstrittene Punkte.
Zum Beispiel ein Zitat aus einem Lehrartikel: »Gleich wie bei vielen allgemeinen Merkmalen hat die Arbeit mit dem Take-Profit-Parameter seine eigenen Besonderheiten, die negativ auf den Händler wirken können, wenn sie nicht bekannt sind oder einfache Regeln nicht beachtet werden. Die Essenz besteht darin, dass man nach Einstellung eines bestimmten Take-Profit-Werts diesen nicht ändern darf«.
Eine weitere Zitierung aus einem Forex-Forum: »Aufgrund der Instabilität des Marktes und häufiger Sprünge nach oben und unten wurden meine Positionen mehrfach durch den Stop-Loss geschlossen, danach ging der Preis wieder in die richtige Richtung. Daher habe ich mir selbst einen Stop-Loss von 100 Punkten festgelegt«.
Sowohl die erste als auch die zweite Aussage sind grundsätzlich falsch. Der Stop-Loss kann nicht intuitiv bestimmt werden. Er hängt von vielen Faktoren ab: Größe des Kontos, Art des Handels, verwendeter Zeitrahmens usw. Zum Beispiel wäre ein Stop-Loss von 10-15 Punkten bei Handel auf einem Tagesdiagramm einfach vom Markt «verschluckt», während ein Stop-Loss von 100 Punkten bei innerstädtischem Handel dem Händler Verluste verursachen könnte, die den Ergebnissen des Handels über einen Tag hinaus übertreffen.
Wer sagte, dass Take-Profit nicht geändert werden kann? Gewinne riskieren ist möglich und sogar notwendig. Das Wichtigste ist hier, nicht gierig zu sein.
Nun teilen wir die Regeln zur Einrichtung von Stop-Loss und Take-Profit technisch und berechnungsbezogen.
Technische Regeln zur Einrichtung von Stop-Loss und Take-Profit
Von technischer Sicht hängt die Einrichtung von Stop-Loss und Take-Profit von starken Unterstützungsniveaus und Widerstandsniveaus ab. Für trendbasierten Handel sind dies Trendlinien, für Handel im Flachmarkt sind dies die Grenzen.
Einrichtung von Stop-Loss und Take-Profit beim Handel im TrendDie Logik ist einfach. Starke Unterstützungsniveaus oder Widerstandsniveaus werden die Preise selten durchbrechen, und die Wahrscheinlichkeit eines Rückpralls davon ist hoch. Daher wird der Stop-Loss hinter solchem Niveau platziert, normalerweise am Niveau des vorherigen Maximums (Minimums). Wenn das Unterstützungsniveau (Widerstandsniveau) gebrochen wird, gibt es keine Rede mehr von einer Fortsetzung der Tendenz, auf deren Grundlage wir die Position geöffnet haben.
Take-Profit ist unser Prognose, dass der Preis dieses Niveaus (der Kanalgrenze) erreichen wird.
Einrichtung von Stop-Loss und Take-Profit beim Handel im FlachmarktDer gleiche Prinzip der Einrichtung von Stop-Loss und Take-Profit-Orders wird in allen Arten von Handel verwendet. Starke Unterstützungsniveaus und Widerstandsniveaus können selbst bestimmt werden (vorherige lokale Minima und Maxima) oder mit technischen Indikatoren der Niveaus verwendet werden.
Beim Einrichten von Stop-Loss und Take-Profit gibt es einige wichtige Punkte;
- Zunächst muss man verstehen, dass viele Marktteilnehmer Stop-Loss hinter wichtigen Niveaus platzieren. Je älter der Zeitrahmen ist, desto stärker ist das Niveau, und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass andere Händler Stop-Loss nahe diesem Niveau sammeln, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Ihr Auftrag ausgelöst wird.
- Es ist nicht ratsam, Stop-Loss auf »runden« Niveaus zu platzieren – 100,





