FORTRADERS.org 20/06: Ein Hauptoptimist auf dem Ölmarkt erlitt eine Niederlage. Der Hedgefonds Andurand Capital Management verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 einen Verlust von 17,3 %.
Stimmt der Ölpreisprognose von Pierre Andurand nicht?

Der Chef des Fonds, Pierre Andurand, sprach bereits im November 2016 davon, dass der Ölpreis bis Ende 2017 auf 60–70 Dollar pro Barrel steigen würde, auch ohne ein OPEC+-Abkommen.
Im März blieb er optimistisch bezüglich des Ölpreises, was damals durchaus gerechtfertigt war, da die Kurse fast 60 Dollar pro Barrel erreicht hatten.
Im Juni Mitte wurde klar, dass selbst die Verlängerung des OPEC+-Abkommens den Anstieg des Ölpreises nicht aufrechterhalten konnte. Aufgrund der fallenden Kurse verkaufte der Fond Andurands in den letzten Monaten seine langen Positionen, um Verluste zu vermeiden. Doch selbst dies ließ den Manager des Hedgefonds nicht von seinen bullischen Überzeugungen auf dem Ölmarkt abweichen.
Am Ende des Jahres 2016 verdiente Pierre Andurand für seine Anleger 22 % Gewinn bei einem Vermögen von 1,4 Milliarden Dollar, was ihm Bekanntheit brachte. Trotz des Verlusts in der Mitte des Jahres 2017 bleibt der Fond Andurand einer der größten, auf den Rohstoffmarkt ausgerichteten Fonds.
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