FORTRADERS.org 07/09: Nur hatte der Hurrikan Harvey begonnen, die Arbeit von etwa 20 % der Raffinerien in den USA zu stoppen, als ein neues Naturkatastrophe hereinbrach. In der Karibik entstand der Hurrikan Irma, der zur Kategorie 5 gehört und äußerst gefährlich ist.
Drei Hurrikane hintereinander: Was erwartet die Ölpreise?

Im Licht der Wiedereröffnung der Raffinerien an der Küste des Golfs von Mexiko stiegen die Ölpreise aufgrund der Erwartungen einer Wiederherstellung der Nachfrage. Goldman Sachs glaubt jedoch, dass diese Prognosen falsch sind. Während des Hurrikans Harvey sank die Produktion nur um 300.000 Barrel pro Tag, während die Nachfrage um 2 Millionen Barrel pro Tag abnahm. Es ist unklar, wie lange die Betriebsunterbrechungen bei den Raffinerien noch andauern werden. In dieser Zeit könnten die Ölvorräte um 40 Millionen Barrel steigen, die Ölvorräte um 16 Millionen Barrel sinken und die Dieselvorräte um 13 Millionen Barrel sinken.
Der herannahende Hurrikan Irma wird auch die Ostküste der USA treffen, was weiterhin Druck auf die Nachfrage ausüben wird. Es ist möglich, dass diesmal die Bohranlagen in den USA stark beeinträchtigt werden, was einen schweren Schlag für die Ölproduktion darstellen würde.
Am Freitag wird Irma Florida besuchen. Futures für Baumwolle und Orangensaft stiegen deutlich, da dieser Staat für seine hohen Orangenerträge bekannt ist (zweitgrößter Produzent nach Brasilien). Neben Irma erwartet die US-Küste auch den tropischen Sturm Jose, der bald zu einem Hurrikan werden wird.
In solchen Umständen hängt der Ölpreis weitgehend davon ab, welche Sektoren stärker betroffen sein werden: die Förderung oder die Verarbeitung.
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