ForTraders.org 14/05: Der Finanzkrise von 2008 ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Finanzmärkte, einschließlich des Bankensektors, ihre eigenen Wachstumsraten so stark beschleunigen, dass das Land nicht mehr in der Lage ist, sie angemessen zu regulieren.

Der Internationale Währungsfonds warnt solche Länder wie die USA, Japan und viele andere mit einer entwickelten Wirtschaft vor der Möglichkeit, diesen Szenario zu wiederholen.
Laut dem IWF werden Finanzinstitute zu wichtig für die Wirtschaft des Landes und üben bereits einen negativen Einfluss aus, anstatt eine stimulierende Wirkung zu haben, was zu finanzieller Instabilität führen kann.
Im Bericht wird erwähnt, dass der positive Effekt hochentwickelter Finanzsysteme auf das Wirtschaftswachstum eines Landes im Laufe der Zeit abnimmt. Auf diesem Hintergrund steigt die wirtschaftliche und finanzielle Volatilität, was zu höheren Kosten führt.
Der IWF hat einen Index für die Finanzentwicklung erstellt, basierend auf Daten aus 128 Ländern vom Jahr 1980 bis 2013. Laut diesem Index haben Japan, Irland und die USA bereits die Schwelle überschritten, über der ein weiteres Wachstum des Finanzsektors des Landes seinen positiven Effekt auf die Wirtschaft verringert und in Zukunft negative Folgen hat.
In Bezug auf die USA scheint die Federal Reserve machtlos zu sein.
Aktuell befinden sich Schwellenländer in relativer Sicherheit, wobei eine angemessene Regulierung den negativen Effekt des Wachstums des Finanzmarktes auf die Wirtschaft des Landes ausgleichen kann.