Der Ölpreis konnte seine Wachstumsmöglichkeiten am Vortag, dem 13. Juni, nicht realisieren. Ein moderat positiver OPEC-Bericht brachte positive Stimmungen auf den Ölmarkt, doch die US-Statistik zu den Rohölvorräten störte alle Pläne für eine Erholung der Kurse.
Langefristiger Optimismus

Laut dem OPEC-Bericht sind die Rohölvorräte in den OECD-Ländern auf 3,005 Milliarden Barrel gesunken, was immer noch 251 Millionen Barrel über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre liegt. Dies weckt die Gedanken daran, dass der Markt ausbalanciert wird, aber sehr langsam. Insgesamt ist dies ein guter langfristiger Optimismus für den Ölpreis, der sich jedoch erst nach langer Zeit realisiert.
Nach Einschätzung des Kartells sind die amerikanischen Ölförderer weiterhin der Hauptursprung der Probleme, die den Prozess der Ausgleichung zwischen Angebot und Nachfrage behindern.
Die OPEC hat zudem ihre Prognose für den Ölbedarf auf 32 Millionen Barrel pro Tag (plus 0,1 Millionen Barrel pro Tag) im Jahr 2017 erhöht.

Kurzfristiger Pessimismus
In dieser Veröffentlichung stiegen die Ölpreise in Richtung von 49 Dollar pro Barrel, doch nach der Veröffentlichung der Daten des API änderte sich alles plötzlich.
Laut dem API-Bericht:
- Rohölvorräte: +2,8 Millionen Barrel;
- Benzinvorräte: +1,8 Millionen Barrel;
- Dieselvorräte: -1,5 Millionen Barrel.
Der Anstieg der Rohöl- und Benzinvorräte zeigt an, dass selbst bei erhöhtem saisonalem Bedarf das Angebot nicht übertroffen werden kann. Wenn diese Daten im Bericht des US-Energieministeriums heute um 17:30 Uhr MESZ bestätigt werden, können die Ölpreise einen weiteren Durchbruch vollziehen und dann öffnet sich der Weg zum nächsten Unterstützungsniveau von etwa 44 Dollar pro Barrel, sagen Experten des Magazins ForTraders.org.
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