Am Dienstag, dem 18. Januar, überwand die Währungspaar Euro/Dollar erstmals seit Dezember des letzten Jahres das Niveau von 1,07 und gewann am Tag etwas mehr als 100 Punkte. In jüngster Zeit ist die Geldpolitik der EZB in den Hintergrund geraten – dies sind die US-Präsidentschaftswahlen, die lauten Aussagen von Trump, die Perspektiven des britischen Austritts aus der EU, die Vereinbarung zur Reduzierung der Ölproduktion durch OPEC+ und andere Ereignisse. Donnerstag, dem 19. Januar, findet eine weitere Sitzung der EZB zur Zinspolitik statt.

Die Äußerungen der EZB werden keine Überraschung sein, aber Details könnten die Geschwindigkeit des Euro-Anstiegs beschleunigen
Sollte man von der EZB große Erklärungen erwarten oder wird alles für den Markt unsichtbar verlaufen? Kann sich der EUR/USD-Kurs weiter steigern? Auf diese Frage antwortete Oleg Bogdanov, Hauptanalyst von TeleTrade Group, dem Magazin Fortraders.
– Die Entscheidungen der EZB haben in den letzten Jahren den Markt stärker beeinflusst als die Sitzungen der Fed. Diesmal liegt die Spannung darin, dass nach einer Reihe hoher Inflationsdaten im November und Dezember in der Eurozone und starken Produktionsdaten Mario Draghi auf der Pressekonferenz diesen Aspekt betonen und Hinweise auf eine energischere Beendigung des QE-Programms geben könnte. Im Kontext politischer Risiken (die bevorstehenden Wahlen in einigen europäischen Ländern, Brexit) könnte Draghi jedoch auch schweigen. Von diesem Punkt hängt die Entwicklung des Euros ab.
Wenn er nicht schweigt, wird der Euro gegenüber dem Dollar bis zu 1,08 ansteigen, wenn er schweigt, wird der Euro langsamer zu diesem Ziel kommen. Es muss gesagt werden, dass der Dollar derzeit nicht in bester Form ist, insbesondere nach den Äußerungen von D. Trump, dass ein starker Dollar “die USA zerstört”.
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