Nach dem Absturz unter 44 Dollar pro Barrel haben die Preise für Brent-Öl eine aufsteigende Korrekturphase eingeleitet und zeigen bereits sechs aufeinanderfolgende Sitzungen mit einem Anstieg und sind fast auf den Wert von 48 Dollar pro Barrel gekommen. Dabei bleibt der negative Hintergrund am Ölmarkt bestehen, und die Prognosen führender Analyseagenturen sind noch dunkler als zuvor, bis hin zum Rückgang auf das Niveau von 40 Dollar pro Barrel.
Der Rubel hat keine Unterstützung mehr

Der Rubel beendet den Juni mit Versuchen, sich aufgrund der Erholung des Öls und unterstützt durch den Steuerzeitraum in Russland zu stärken. Die neuesten Daten des US-Energieministeriums waren neutral: ein Anstieg der Ölvorräte um 0,118 Millionen Barrel, ein Rückgang des Benzins um 0,894 Millionen Barrel und ein Rückgang der Dieselöle um 0,223 Millionen Barrel. Auf dieser Grundlage stieg die Nordsee-Quote Brent am Ende der europäischen Handelssession um 1 % auf 47,38 Dollar pro Barrel, während West-Texas-Intermediated (WTI) um 0,86 % auf 44,62 Dollar pro Barrel stieg.
Der Rubel wird bis Ende des Jahres unter Druck stehen
Aktuell sind langfristige Perspektiven des Rubels interessant. Das Öl zeigte die Instabilität der Situation auf dem Rohstoffmarkt, indem es im Monat (von 23. Mai bis 23. Juni) um 16 % abnahm. Zusätzlicher Druck auf die Perspektive einer Stärkung der russischen Währung übt sich seitens der Behörden aus – sowohl das Ministerium für Entwicklung als auch andere Ämter haben seit Beginn des Jahres gemeinsam Kommentare abgegeben, dass ein starker Kurs unvorteilhaft ist und die Erwartungen an den Dollar auf 64 Rubel bis Ende des Jahres. Das einzige, was die russische Währung weiterhin unterstützt, ist Carry Trade, doch Marktteilnehmer, die sich auf die Differenz der Zinssätze verlassen, sind äußerst empfindlich gegenüber jedem geopolitischen Unruhe.
Die Ölpreise werden sich innerhalb eines Korridors bewegen

Am Donnerstag stiegen die Ölpreise, da der Rückgang der Produktion in den USA in der vergangenen Woche Hoffnungen weckte, dass der seit Mai beobachtete Preisrückgang auf den US-Schiefersektor Einfluss gewinnt, jedoch bleibt dieser Effekt kurzfristig. Die Reduktion der Benzin- und Dieselvorräte in den USA in der letzten Woche war nicht ausreichend, um den Gesamtbestand zu verringern, und die negative Situation auf den globalen Ölmarkten bleibt unverändert.
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