Man kann mit verschiedenen Strategien auf dem Devisenmarkt Forex Geld verdienen. Einige Händler entwickeln Handelssysteme auf der Grundlage technischer Analyse, andere folgen grundlegenden Ansichten. Einige kombinieren beide Arten der Analyse und versuchen, das perfekte Modell umzusetzen. In den letzten Jahren gewinnen Handelsroboter, die auf bestimmten Algorithmen basieren, an Beliebteität. Doch es gibt auch Händler, die nur nach der Carry-Trade-Strategie handeln. Was ist diese Handelsstrategie und welche Fallen gibt es hier? Wir betrachten dies näher.

Carry Trade ist ein Spiel auf der Differenz der Zinsen der Zentralbanken
Carry Trade ist bei unprofessionellen Teilnehmern des Devisenmarktes sowie bei institutionellen Investoren sehr beliebt. Dies liegt daran, dass diese Handelsstrategie relativ einfach zu verstehen und umzusetzen ist. Carry Trade ist ein Spiel auf der Differenz Zinsen der Zentralbanken. Die Geldpolitik wird periodisch geändert, um die Geldpolitik zu regulieren, und genau auf diesem Faktor verdienen Händler ihre Kapitalien. Laut wirtschaftstheoretischen Überlegungen entwickelt sich die Wirtschaft zyklisch, wobei der Wachstumszyklus dem Abwärtsgang folgt. Ebenso verhalten sich die Zentralbanken – ein Zinsanstieg wird durch einen Zinsabbau abgelöst.
Wie funktioniert die Carry-Trade-Strategie?
Zunächst muss der Händler die aktuellen Zinssätze der weltweiten Zentralbanken kennen. Für den Handel muss eine Währungspaar ausgewählt werden, bei der eine starke Differenz in den Zinssätzen besteht. Zum Beispiel EUR/NZD – der Zinssatz des Europäischen Zentralbanken beträgt 0,15 %, während der Zinssatz des Neuseeländischen Zentralbanken 3,50 % beträgt.
Zweitens muss man verstehen, welchen Zyklus der Geldpolitik die Geldregulierungsbehörden der Eurozone und Neuseeland aktuell nutzen. Der EZB hat kürzlich erklärt, dass die Zinssätze über einen langen Zeitraum niedrig bleiben werden, und im Bedarfsfall eine zusätzliche quantitative Lockerung möglich ist. Im Gegensatz dazu begann die Zentralbank Neuseelands im März dieses Jahres mit einem Zinsanstieg von 2,50 % auf 3,50 %. Der Chef der Zentralbank Neuseelands, Graham Wheeler, erklärte, dass der Geldregulator in mittelfristiger Perspektive die Zinsen bis auf 4 % erhöhen will.
Daraus ergibt sich ein ideales Bild für den Handel nach Carry Trade, und wir müssen eine kurzfristige Position in der Währungspaar EUR/NZD öffnen. Gemäß den klassischen Regeln des Marktes sollte man verkäufen, wenn die Kurse in der Nähe starker Widerstandsniveaus kurzfristig steigen. Derzeit ist dieses Niveau bei 1,5893. Das Gewinnziel für diese Handelsposition kann nahe dem aktuellen Jahrestief von 1,5405 liegen.