Swap (engl. swap) ist eine handelsfinanzielle Vereinbarung, die den Austausch unterschiedlicher Vermögenswerte beinhaltet und Käufe (Verkäufe) sowie umgekehrte Operationen (Verkäufe oder Käufe entsprechend) des gleichen Vermögenswerts kombiniert. Dabei erfolgt die Transaktion nicht sofort, sondern nach einer gewissen Zeit unter Einhaltung der gleichen oder anderer Bedingungen.
Auf dem Forex-Markt wird der Begriff Swap als Gebühr verstanden, die für das Verlängern einer offenen Position auf den nächsten Tag erhoben wird. Swap wird auch als Rollover oder Overtime bezeichnet.
Welche Arten von Swaps gibt es?

- Swap zur Verlängerung der Laufzeit von Wertpapieren;
- Währungsswap (Kauf ausländischer Währung mit sofortiger Bezahlung in nationaler Währung und anschließender Verkauf der erworbenen Währung);
- Gold-Swap;
- Zins-Swap;
- Swap mit Forderungen usw.
All diese Arten von Swaps können in einer einzigen Transaktion zusammengefasst werden. Das Ausführungsdatum, das der Transaktion nahe liegt, wird als Auszahlungsdatum bezeichnet, das weiter entfernte Datum als Enddatum des Swaps.
Swap ist ein derivativer Finanzinstrument und kein Wertpapier.
Auf dem Devisenmarkt Forex werden zwei Arten von Swaps betrachtet:
- Langer Swap – Gebühr für das Verlängern der Position am nächsten Tag für einen Kauf;
- Kurzer Swap – Gebühr für das Verlängern der Position am nächsten Tag für eine Verkauf.
Dabei kann der Swap-Wert sowohl positiv als auch negativ sein.
Was ist der Zweck eines Swaps?
Auf dem Devisenmarkt gilt das Prinzip, dass der Verkäufer verpflichtet ist, die gekaufte Währung am nächsten Handelstag dem Käufer zu liefern. Im Rahmen von kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Handelsstrategien werden Positionen länger als einen Tag gehalten. Da der Trader ein Spekulant ist, interessiert ihn nicht die Lieferung der tatsächlichen Währung am nächsten Tag, sondern vielmehr, dass seine Position geöffnet bleibt. Genau dafür wird dem Trader eine Gebühr erhoben, die als Swap bezeichnet wird.
Für Scalper, Pip-Swinger und Day-Trader ist der Begriff Swap nicht relevant.
Wie wird ein Währungsswap berechnet?
Der Swap wird anhand der Zinssätze der verwendeten Währungen berechnet. Theoretisch sieht die Formel zur Berechnung des Swaps folgendermaßen aus:
Swap = Volumen der offenen Handelsposition × Größe des Swap-Punkts × Wert eines Punktes in der Handelswährung
In der Praxis wird der Swap automatisch berechnet, da alle Bedingungen, einschließlich der Größe des Swaps für jedes Asset, im Handelsbedingungsbericht des Brokers angegeben werden.
Wo kann man die Größe des Swaps im MetaTrader 4 Terminal sehen?
Die Größe des kurzen und langen Swaps kann im MetaTrader 4 Terminal gesehen werden. Dazu muss das Fenster “Marktübersicht” geöffnet werden, auf die gewünschte Währungspaar mit der rechten Maustaste geklickt und im erscheinenden Menü die Registerkarte “Vertragsbeschreibung” ausgewählt werden.

In dem erscheinenden Fenster wird die gesamte Information über die Währungspaar, einschließlich der Größe des kurzen und langen Swaps, angezeigt.

Einige Forex-Broker bieten Swap-free oder, wie sie auch genannt werden, “islamische” Konten an, bei denen der Swap fehlt.
Kann man mit Swaps profitieren?
Die meisten Trader glauben, dass Swap eindeutig zusätzliche Kosten darstellt, wodurch nur Forex-Broker Profit machen. Dennoch gibt es zwei Möglichkeiten, mit Swaps zu profitieren.
- Erster Weg – Carry Trade-Strategie, die auf der Erzielung von Gewinnen durch die Differenz der Zinssätze basiert.
- Zweiter Weg – Hedging von Positionen. Dieser Weg wird auf verschiedenen Währungspaaren angewandt, wobei eines davon einen positiven Swap hat und das andere keinen Swap, also ein Swap-free-Konto. Die Geschäfte werden in entgegengesetzter Richtung geöffnet. Der Gewinn entsteht langfristig durch die angesammelten Swaps.





