Trotz der zentralen Rolle, die Geld im Leben des modernen Menschen spielt, denken nur wenige ernsthaft über die Sicherheit ihrer Finanzen nach. Leider gilt das auch für die meisten Forex-Trader. Anfänger kann man noch verstehen – die Summe auf dem Depot ist gering, der Ertrag noch nicht stabil und so weiter… Mit der Zeit sammelt der Trader jedoch Erfahrung, der Einkommen stabilisiert und wächst sich aus, die Depotgröße steigt. Umso schmerzlicher ist der Verlust von Geld auf dem eigenen Konto durch Missachtung einfacher Sicherheitsregeln.
Lassen Sie uns besprechen, wie Betrüger Zugang zu den Geldern eines Währungstraders erlangen können.
Internet-Surfen? Ihr Forex-Konto-Passwort könnte weg sein
Der einfachste Weg, den Betrüger nutzen, ist der Diebstahl von Logins und Passwörtern zu Trader-Konten. Dafür setzen sie spezielle Programme ein, die den Computer mit einem „Trojaner“-Virus infizieren. Das ist im Netz kinderleicht.
Sie erscheinen oft als Aufforderung zur Installation zusätzlicher Software, attraktive Werbebanner oder einfache Links. Leider erkennen nicht alle Antivirenprogramme diese, besonders kostenlose nicht. Deshalb: Vor der Registrierung beim Broker-PC auf Schadsoftware mit guten Antiviren-Tools prüfen.
Wichtige Daten vom Trading-Konto nicht per E-Mail lagern
Ein weiterer gängiger Weg, Daten eines Traders zu bekommen, ist die E-Mail. Die Angreifer haben hier mehrere Optionen.
Erstens: Hacking des E-Mail-Kastens. Trader speichern oft Registrierungs-E-Mails vom Broker mit Zugangsdaten darin. Für Profis ist es einfach, solche Mails von öffentlichen Providern zu knacken. Tipp: Nicht lagern, löschen inklusive Papierkorb, Daten vorher sicher notieren.
Zweitens: Ausnutzung von Unachtsamkeit. Betrüger schicken E-Mails mit Passwort-Änderungsanfragen (inkl. altem Passwort) oder Test-Einladungen. Um zu locken: „Sie sind der 100.500. Besucher“ oder „Computer hat Sie unter 100.500 Tradern ausgewählt…“.
Solche Mails kommen von Adressen, die dem Broker ähneln, mit Links. Nicht öffnen, nicht klickern!
Drittens: Kombi aus Erstem und Zweitem. Mail mit Hingucker-Thema öffnen, Programm startet, das Logins/Passwörter sammelt und absendet.
Nicht nur Konto-Passwort, sondern persönliches Passwort
Um E-Mail-Hacking zu minimieren: Separater E-Mail-Account nur für Broker-Mails, nirgends sonst nutzen.
Manchmal versuchen Betrüger unter Vorwänden das Passwort zu ergaunern. Bleiben Sie misstrauisch – niemand verschenkt Geld umsonst. Das klappt bei Naiven, aber es funktioniert. Besser: „Persönliches Passwort“, „Persönlicher Trader-Bereich“. Passwort ist privat, nie teilen!




