03 June, 2026

Warum der Forex-Markt am Wochenende nicht funktioniert

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Der Forex-Markt ist am Wochenende geschlossen, weil seine wichtigsten Teilnehmer – Banken, Broker und Marketmaker – nicht handeln.

Am Samstag und Sonntag ist der Forex-Markt geschlossen. Der Kurs im Handelsterminal bleibt unverändert, neue Kerzen erscheinen nicht, und Transaktionen mit Währungspaaren können nicht eröffnet werden. Der Forex-Markt arbeitet am Wochenende nicht, weil seine Liquidität von Banken, Brokern, Marketmakern und großen Finanzinstituten abhängt. An Werktagen stellen diese Marktteilnehmer den Devisenumtausch sicher, bilden Kurse und generieren Auftragsströme. Sobald die wichtigsten Marktteilnehmer ins Wochenende gehen, bricht die normale Handelsaktivität zusammen.

Wie der Forex-Markt funktioniert

Der Devisenmarkt unterscheidet sich von einer klassischen Börse. Es gibt keine zentrale Handelsplattform, über die alle Geschäfte laufen. Stattdessen handelt es sich um einen dezentralisierten Markt, auf dem Banken und Finanzintermediäre über elektronische Systeme direkt miteinander Währungen austauschen.

Der Handel orientiert sich an den großen Finanzzentren: Sobald die Handelszeit in einer Region endet, verschiebt sich die Aktivität in die nächste. Zuerst beginnt die asiatische Session, dann folgt die europäische und schließlich die amerikanische. Dadurch ist der Forex-Markt an Werktagen rund um die Uhr aktiv.

Diese Struktur funktioniert jedoch nur, solange Banken und Liquiditätsanbieter geöffnet sind. Am Samstag und Sonntag wird die globale Kette der Handelssessions unterbrochen – daher sind die meisten Währungspaare für den regulären Handel nicht verfügbar.

Was bedeutet der Modus 24/5?

Der Forex-Markt wird oft als „24/5-Markt“ bezeichnet. Das heißt: Er ist 24 Stunden am Tag geöffnet – aber nur an fünf Tagen pro Woche. Die Handelswoche beginnt üblicherweise am Sonntagabend oder in der Nacht von Sonntag auf Montag nach europäischer Zeit mit dem Start der asiatischen Session.

Das Kursgeschehen endet am Freitag spät abends nach Abschluss der amerikanischen Session. Die genauen Zeiten können je nach Broker leicht variieren, da sie vom Server-Zeitpunkt, den Einstellungen der Handelsplattform sowie dem Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit abhängen.

Was passiert in MetaTrader am Samstag und Sonntag?

Wenn der Markt geschlossen ist, bleibt MetaTrader zwar häufig mit dem Server des Brokers verbunden, doch neue Marktdaten fließen nicht mehr ein. Der Terminal zeigt lediglich den zuletzt verfügbaren Kurs an – also den letzten Kurs vor dem Wochenende.

Es ist wichtig, einen geschlossenen Markt von einem technischen Problem zu unterscheiden. Wenn der Terminal mit dem Server verbunden ist, aber die Währungscharts am Wochenende stillstehen, ist dies normalerweise kein Grund für Reparatur oder Neuinstallation der Plattform.

Zwar ist der reguläre Handel am Wochenende eingestellt – doch weltweit laufen weiterhin Ereignisse ab: Politische Nachrichten, Entscheidungen von Zentralbanken, militärische Entwicklungen, Aussagen hochrangiger Funktionäre oder makroökonomische Faktoren können die Währungskurse beeinflussen. Daher kann der Kurs bei Markteröffnung nach dem Wochenende deutlich von dem Niveau abweichen, auf dem er am Freitag geschlossen wurde. Dieser Sprung zwischen Schluss- und Eröffnungskurs wird als Gap bezeichnet.

Gaps sind besonders relevant für Trader, die Positionen über das Wochenende halten. Öffnet sich der Markt weit entfernt vom Freitag-Kurs, kann der Stop-Loss schlechter ausgeführt werden als geplant – und der Verlust größer ausfallen als kalkuliert. Aus diesem Grund prüfen erfahrene Trader vor Wochenendeabschluss ihre offenen Positionen besonders sorgfältig.

Kann man am Wochenende handeln?

Am Wochenende sind in der Regel ausschließlich die klassischen Währungspaare geschlossen. Einige Broker bieten jedoch alternative Instrumente an – etwa Kryptowährungen. BTC/USD, ETH/USD und ähnliche Assets können rund um die Uhr gehandelt werden, auch am Samstag und Sonntag.

Zudem zeigen manche Broker am Wochenende indikative Kurse oder spezielle CFD-Instrumente an – allerdings handelt es sich dabei nicht um den regulären interbankären Devisenhandel.

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