ForTraders.org 04/03: Stanley Drakenmiller, ein Mitstreiter von George Soros im bekannten Quantum Fund und einer der renommierten Investoren, sagte, dass die Verzögerung der Federal Reserve bei der ersten Erhöhung der Zinsen die Risiken für die US-Wirtschaft, einschließlich der Finanzmärkte selbst, erhöht.
Laut seiner Meinung wird das «Geduld zeigen» der Federal Reserve mehr Schaden verursachen als eine schrittweise Erhöhung der Zinsen innerhalb eines Jahres.

Die Stabilität der Finanzmärkte ist in Gefahr. Der Aktienmarkt der USA erreicht historische Höchststände. Ein der wichtigsten Kennzahlen unter Anlegern – die Marktkapitalisierung des Aktienmarktes im Verhältnis zum US-BIP – befindet sich auf dem höchsten Niveau der letzten 100 Jahre. Diesem Wert verdankt man die geldpolitischen Maßnahmen der Federal Reserve, sagt Stanley Drakenmiller.
In der aktuellen Situation gerät die Federal Reserve unter Druck von den Märkten, wobei die Teilnehmer gerne die extrem lockere Geldpolitik so lange wie möglich beibehalten würden. Die Verzögerung dieses Prozesses führt zu einem weiteren beschleunigten Kreditwachstum. Dieser Prozess benötigt Stabilisierung.
Laut Stanley Drakenmiller werden die Märkte eine schrittweise Erhöhung um 0,25–0,50 Prozentpunkte angemessen aufnehmen. Die vorhandenen Bedingungen sind geeignet, um den Prozess der Normalisierung der Geldpolitik genau jetzt einzuleiten.
Drakenmiller ist ein unermüdlicher Befürworter einer strengeren Geldpolitik der Federal Reserve. Er bezeichnete das Quantitative Easing-Programm der US-Zentralbank als größte historische Kapitalumverteilung von Armen und Mittelstand zu Reichen.