ForTraders.org 13/05: Der Anstieg der US-Staatsanleihen auf den Bilanzen amerikanischer Banken verlangsamte sich auf 18 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2015, während im dritten und vierten Quartal 2014 ein Anstieg von 61 bzw. 42 Milliarden Dollar verzeichnet wurde.

Laut einem Bericht von Citigroup reduzierten die größten Banken des Landes (die 18 größten) ihren Bestand an Staatsanleihen auf ihren Bilanzen um 2,6 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2015. Allerdings verkaufte nicht jede Bank US-Anleihen, doch aufgrund der Verkäufe von Bank of America, Morgan Stanley und JPMorgan Chase wurde ein negatives Gesamtsaldo erzielt.
Diese Maßnahmen führten zu einem leichten Anstieg der Rendite von 10-jährigen US-Staatsanleihen von 2,12 % auf 2,24 %.
Es sind auch Erwartungen bezüglich des Leitzinssatzes der Fed enthalten. Ein Zinsschritt wird zweifellos zu einem Anstieg der Rendite von Staatsanleihen führen und deren Attraktivität erhöhen, doch Analysten sind skeptisch, ob die schwachen Wachstumsdaten des Landes es der Fed ermöglichen werden, in naher Zukunft eine strengere Geldpolitik durchzusetzen.
Gleichzeitig restrukturieren auch zentrale Banken weltweit ihre Investitionen in US-Treasuries. Stand 11. März 2015 belief sich das Volumen der Investitionen zentraler Banken in US-Staatsanleihen auf 2,92 Billionen Dollar, was einem Minimum seit März 2014 entsprach.
Laut Experten ist dies auf den Anstieg des US-Dollars zurückzuführen, der zentrale Banken dazu veranlasst, zusätzliche US-Währung für Wechselkursinterventionen zu suchen, um ihre eigene Währung vor dem Abwertungsschutz zu schützen. In diesem Zusammenhang verkaufen zentrale Banken US-Staatsanleihen, um Dollars dafür zu erhalten.
Insbesondere verkaufte die Volksbank Chinas und die Russische Zentralbank US-Staatsanleihen bis zu einem Minimum der letzten zwei beziehungsweise sieben Jahre.