ForTraders.org 27/02: Nach dem Präsidenten der Federal Reserve Bank von St. Louis hat sich ein Mitglied des FOMC und Chef der Federal Reserve Bank von San Francisco, John Williams, zur Leitzinspolitik geäußert.

Laut seiner Meinung ist Juni der Ausgangspunkt, ab dem Maßnahmen ergriffen oder darauf vorbereitet werden sollten. Der Chef der Federal Reserve Bank von San Francisco sieht jedoch keine Anzeichen dafür, dass die US-Federal Reserve den Leitzins bis Juni 2014 erhöhen wird. Juni ist der Zeitraum, in dem über eine Erhöhung des Hauptzinses nachgedacht werden sollte. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Regulator zusätzliche Daten benötigen wird, um eine Entscheidung zu treffen, und der Prozess der Normalisierung der Geldpolitik wird später beginnen.
Die Aussichten für die amerikanische Wirtschaft, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt, sind vielversprechend, ist John Williams überzeugt. Die Stabilität der Wirtschaft ist der wichtigste Faktor bei der Frage des Leitzinses. Ein FOMC-Mitglied glaubt, dass bereits im Frühjahr erste Daten auftauchen werden, anhand derer die Zentralbank Schlussfolgerungen über den Zustand der Wirtschaft und deren Richtung ziehen kann.
Dabei sollte der Ausdruck “Geduld zeigen” in Bezug auf die Erhöhung des Leitzinses aus den Erklärungen des Regulators verschwinden, da dies die Fed in der Entscheidungsfindung behindert.
Zu beachten ist, dass John Williams nicht der erste ist, der solche Gedanken äußert. Es besteht die Möglichkeit, dass die Fed beginnt, eine gemeinsame Meinung bezüglich des ersten Schritts in Richtung Erhöhung des Leitzinses zu bilden.