ForTraders.org 26/06: Derzeit sind die Differenzen bei den Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern folgendermaßen: Athen will den Krisen durch Steuererhöhungen entkommen, während die Gläubiger Ausgabenkürzungen verlangen, einschließlich der Rentenzahlungen an die Bevölkerung und der Gehälter von staatlichen Angestellten. Der Hauptgrund dafür ist, dass Steuererhöhungen nicht garantieren, dass sie tatsächlich eingenommen werden. Zudem hat Griechenland schlechte Erfahrungen in diesem Bereich.

Der Vorsitzende der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, ist der Meinung, dass Griechenland noch die Möglichkeit hat, neue Vorschläge einzubringen oder sich auf das zu einigen, was bereits besprochen wurde.
Die Chef der IMF, Christine Lagarde, stellte fest, dass der Vorschlag Griechenlands, der kurz vor dem Gipfel vorgelegt wurde, noch nicht ausreichend geprüft wurde. Dafür braucht es etwas Zeit.
Der Chef des Bundesbank, Jens Weidmann, bewertet die Perspektiven Griechenlands kritisch, insbesondere die Unterstützung durch EZB für griechische Banken. Wenn griechische Banken den Kapitalabfluss nicht bewältigen können, ist das System instabil, berichtet der Regulator.
Dagegen forderte die Kanzlerin Deutschlands, Angela Merkel, obwohl sie eine relativ weiche Position im griechischen Thema hat, einige Kompromisse vor dem Beginn der europäischen Märkte am Montag.
Doch dies garantiert nicht, dass der letzte Teil der zweiten Finanzhilfeprogramm Griechenlands in Höhe von 7,2 Milliarden Euro bis zum 30. Juni überwiesen wird. Dennoch ist dies nicht das Problem, und die Verspätung bei Zahlungen an den IMF ist weniger kritisch und dieser Frage kann gelöst werden. Das Wichtigste ist, einen Kompromiss zwischen Griechenland und seinen Gläubigern in Bezug auf das Reformpaket zu erzielen.
Die Zukunft des Euros liegt in Griechenlands Händen
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