Die Osterferien verliefen ruhig für alle, außer für das Öl. Am Montagmorgen stieg das schwarze Gold der Sorte Brent auf Höchststände seit dem 1. November des letzten Jahres, und dafür gibt es gute Gründe.
Iranisches Öl und amerikanische Sanktionen
Laut The Wall Street Journal und Washington Post könnte der US-Außenminister am Montag bekanntgeben, dass die Sonderrechte für Länder, die iranisches Öl kaufen, bereits ab dem 2. Mai enden. Zu diesen acht Ländern zählen Indien, China, Südkorea, Taiwan, Japan und Griechenland. Sie konnten weiterhin iranisches Öl ohne Sanktionen der USA erwerben, doch dieses Angebot war vorübergehend. Es scheint, dass die Sonderrechtsphase zu Ende geht.
Tatsächlich haben Griechenland und Taiwan bereits den Status als Importeure iranischen Öls verloren, ihre Käufe sind auf null gesunken. Jetzt liegt es an den USA: Wenn bekannt wird, dass allen anderen Käufern iranischen Öls von jetzt an aufgefordert wird, dieses Geschäft einzustellen, können die Rohstoffpreise noch weiter steigen.
Das Problem ist, dass Saudi-Arabien, der größte Ölproduzent der Region, wahrscheinlich nicht schnell genug in der Lage sein wird, den iranischen Lieferumfang zu ersetzen. Dies gibt Spekulanten auf dem Markt Anlass, die Preise weiter nach oben zu treiben.
Technische Situation

Der Ölmarkt Brent entwickelt sich auf dem 4-Stunden-Chart weiter in einer Steigerungswelle. Der Potenzialbereich für einen Durchbruch über 70,20 ist fast ausgeschöpft. Es ist zu erwarten, dass eine Korrekturabwärts zum Niveau 72,00 beginnt. Darauf weist auch der Stochastik-Oszillator hin, der sich in der Überkauftzone befindet. Nach der Korrektur wird der Aufwärtstrend Richtung 76,50 fortgesetzt.

Auf dem 1-Stunden-Chart handelt der Markt ebenfalls in der Überkauftzone gemäß dem MACD-Oszillator. Aus technischer Sicht kann man nach Erscheinen einer Divergenz und einem deutlichen Rückgang der Signal-Linie des Indikators mit Beginn einer Korrektur rechnen. Die Korrektur wird erwartet bis zum Unterstützungslevel 72,00. Danach wird der Trend Richtung nächsten Widerstandsniveau 76,50 fortgesetzt.
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