Die Währungspaar EUR/USD hat sich von dem Niveau 1,1400 zurückgezogen und konsolidiert sich in einem engen Handelsbereich, wobei sie auf die bevorstehenden Kommentare der Federal Reserve Chair Janet Yellen achtet. Gleichzeitig ist die Erholung der europäischen Wirtschaft nach Ansicht des EZB voll im Gange. Märkte nehmen dies als Hinweis darauf wahr, dass der Regulator in naher Zukunft mit der Reduzierung der finanziellen Unterstützung beginnen wird, und das Euro verliert nicht seine Positionen gegenüber dem Dollar.
Der Euro bleibt über 1,13, es gibt keinen Rückgang

Anastasia Ignatenko, TeleTrade Group: Wenn man die technische Situation des EURUSD-Kurses betrachtet, zeigt die Währungspaar seit Januar 2017 einen stabilen Aufwärtstrend. Die Beschleunigung des Anstiegs fand im April dieses Jahres statt, und aktuell verläuft ein neuer steiler Aufwärtstrend durch das Niveau 1,13-1,1330$. Solange die einheitliche europäische Währung über diesem Niveau handelt, droht keine Veränderung der Stimmung.
Zu beachten ist, dass die Währungspaar nur einmal in den letzten 2,5 Jahren über das Niveau 1,17$ stieg, daher würde ich nicht auf eine Rückkehr an diese Widerstandsniveaus setzen. Um den Kurs über diesen Schwellenwert zu heben, sind wirklich wichtige Treiber für den Anstieg der einheitlichen europäischen Währung erforderlich.

Bislang sind folgende Ziele für die EUR/USD-Währungspaar ersichtlich:
- 1,1470$;
- 1,1530$ und 1,1615$,
die den Spitzenwerten vom Februar 2015, Mai und September 2015 sowie Mai 2016 entsprechen.
Daher empfehlen wir, die Rückgänge bis in den Bereich 1,13-1,1330$ für den Kauf der EUR/USD-Währungspaar zu nutzen.
Im Falle eines Durchbruchs dieser Zone nach unten tritt ein alternativer Szenario in Kraft, das eine Abnahme des Kurses bis zu dem Niveau 1,1130-1,1150$ vorsieht.
Langfristige Käufe bei EUR/USD sind noch zu früh
Iwan Kapustjansky, Forex Optimum: Technisch befindet sich die Währungspaar EUR/USD in einem Aufwärtstrend. Außerdem ist sie bereits nahe an dem wichtigen Niveau 1,146 gerückt, das die obere Grenze des seit Ende 2014 gebildeten Bereichs darstellt. Ein Durchbruch dieses Niveaus würde bedeuten, dass Investoren sicher sind, dass die Wirtschaft der EC weiter wachsen wird und entsprechend Erwartungen der Zentralbank zur Anpassung der Geldpolitik bestehen. Zunächst geht es hier um die Reduzierung der finanziellen Unterstützung, und erst danach um eine Zinserhöhung.

Doch gerade hier liegt das zentrale Problem. Im Moment ist noch nicht vollständig klar, wie stark die Wirtschaft der EU tatsächlich wiederhergestellt wird und ob der Regulator Maßnahmen zur Verschärfung ergreifen wird, die die Währung unterstützen würden.
Andererseits hat der amerikanische Regulator bereits von Worten zu Taten übergegangen und hat in diesem Jahr zweimal die Zinsen erhöht. Darüber hinaus, obwohl mit Schwierigkeiten, wächst die US-Wirtschaft tatsächlich weiter, was man nicht mit Sicherheit über die Eurozone sagen kann.
Nach unserer Meinung hat die Währungspaar EUR/USD das Potenzial, bis zu dem Niveau 1,146 zu steigen, lokale Durchbrüche sind nicht ausgeschlossen, jedoch sind sehr starke Gründe erforderlich, um die obere Grenze des langfristigen Kanals zu durchbrechen, die das Euro bisher nicht hat. Wir empfehlen, nicht zu eilen, langfristige Positionen in Long bei der Währungspaar EUR/USD zu bilden.
Handeln Sie online mit anderen Tradern
- Handeln Sie online