Gold gilt traditionell als sicherer Anlagevermögenswert, mit dem man unsichere Zeiten überstehen kann. Der einfachste Weg, heute in Gold zu investieren, ist der Kauf eines „Gold-ETF“.
Warum ETFs sich besonders für Goldinvestments eignen
Es gibt mehrere Möglichkeiten, in Gold zu investieren – jede hat ihre Vor- und Nachteile. Daher ist es für den Anleger wichtig, seine Entscheidung anhand der verfolgten strategischen Ziele zu treffen.
Dazu zählt beispielsweise der Erwerb physischen Goldes – Goldbarren sowie Anlagemünzen, Gedenkmünzen oder Jubiläumsmünzen. Zu beachten ist jedoch, dass diese Instrumente aufgrund von Steuerbelastungen und Spreads kaum für Spekulation geeignet sind. Barren und Münzen lohnen sich vor allem dann, wenn eine Veräußerung erst nach mehreren Jahren oder gar Jahrzehnten geplant ist.
Eine weitere Option ist die Eröffnung eines unbenannten Metallkontos (UMK). Praktisch handelt es sich dabei um eine Bankeinlage, bei der die Währung des Depots Gold ist. Ein wesentlicher Nachteil: Es besteht keine Einlagensicherung durch die Agentur für Einlagensicherung (AES). Zudem entsteht beim Kauf über ein UMK ein Spread zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Dieser Ansatz eignet sich daher vorwiegend für langfristige Anlagen.
Am Aktienmarkt lässt sich Gold auch über derivativen Handel – etwa mittels Futures – abbilden. Diese Variante wird erfahrenen Anlegern empfohlen, die mit Margin-Handel (Hebelwirkung) bei hoher Volatilität umgehen können, die Mechanik dieses Geschäfts verstehen und die damit verbundenen Risiken bewusst einschätzen.
Vermutlich ist der einfachste und zugleich einer der beliebtesten Wege, heute in Gold zu investieren, der Kauf eines „Gold-ETF“.

Der börsengehandelte ETF FXGD
Um einen ETF auf dem globalen Markt zu kaufen, muss man als qualifizierter Anleger eingestuft sein. Für Einsteiger eignen sich eher ETFs, die an der Moskauer Börse gehandelt werden. In Russland gehört FinEx zu den führenden ETF-Anbietern. Unter dessen Verwaltung steht der Fonds FXGD.

Dies stellt eine gute Alternative zu unbenannten Metallkonten dar, da ETFs deutlich einfacher gekauft oder verkauft werden können – ohne Bankbesuch. Im Vergleich zu Gold-Futures birgt FXGD geringere Risiken, da kein Hebel eingesetzt wird. Der Fonds hält kein physisches Gold. Das Portfolio von FXGD ist synthetisch zusammengesetzt und besteht aus Finanzinstrumenten. Dennoch folgen die Wertpapiere sehr genau der Preisentwicklung des Edelmetalls.
Ende des vergangenen Jahres wechselte der Fonds zur physischen Replikation – also zur Lagerung von Goldbarren. Die Zielstrategie des Fonds – eine möglichst genaue Abbildung des Goldpreises – bleibt unverändert. Zum Anlagevermögen gehören ausschließlich Goldbarren, die dem Standard der London Bullion Market Association (LBMA) entsprechen – der weltweit größten Handelsvereinigung für den OTC-Markt für Edelmetalle.

Im Jahr 2020 stiegen die Anteile von FXGD um 53,17 % in Rubel und um 26,78 % in US-Dollar. Die Rendite über fünf Jahre betrug 92,99 % in Rubel und 56,91 % in US-Dollar.