13 May, 2026

Acht große russische Unternehmen leiden unter Sanktionen gegen Türkei

Vladimir Ivanov

FORTRADER 27/11: Russland hat einen Maßnahmepaket entwickelt, das den Austausch zwischen Türkei und Russland in wirtschaftlichen und humanitären Bereichen beschränkt. Obwohl Ulukajew versprochen hat, alle Verluste russischer Unternehmen durch die verhängten Sanktionen zu kompensieren, werden die größten Vertreter des russischen Geschäfts betroffen sein.

Sanktionen gegen Türkei

Sberbank

Der türkische DenizBank, der im Besitz der Sberbank Russlands ist, hat bis zu 4,5 % Anteil am Vermögen des russischen Bankinstituts und bis zu 7,5 % Anteil an dem erwarteten Nettogewinn für 2015. Im Jahr 2016 könnte der Anteil von DenizBank am Gewinn der Sberbank auf mehr als 10 % steigen.

Lukoil

Die OAO Lukoil besitzt die türkische Firma Akpet, die bis zu 5 % des türkischen Einzelhandelsmarktes für Kraftstoffe abdeckt und ihre Produkte über ein weit verbreitetes Netz aus Tankstellen (693) vermarktet. Zudem besitzt sie Kraftstoffterminals, die Zugang zu Seehäfen haben, und eine Teil davon ist mit Raffinerien in Tüpras über Rohrleitungen verbunden.

Mechel

In der türkischen Stadt İskenderun wurde gemeinsam von der OAO Mechel und Atakış ein Werk zur Stahlbleiverarbeitung errichtet, wofür etwa 1,4 Milliarden US-Dollar investiert wurden. Der Komplex gehört derzeit vollständig Mechel.

Yandex

Im Laufe der letzten Zeit gelang es Yandex, die Positionen von Google auf dem türkischen Suchmaschinenmarkt deutlich zu verlagern und 7 % Marktanteil zu erlangen. Die Firma hat großes Potenzial für die Zukunft.

Gazprom

Türkei ist nach Deutschland der zweitgrößte Importeur von Gas aus Russland. Der Gesamtimportvolumen im Jahr 2014 betrug 27,4 Milliarden Kubikmeter Gas.

Außerdem war geplant, über die Errichtung eines neuen Gasleitungsprojekts „Turkstream“ Gas aus Russland nach Europa zu liefern. Das Projekt wurde nicht genehmigt und nach Einführung der Einschränkungen schließlich eingefroren.

Schewtschinskaja Stahl und NLMK

Für Schewtschinskaja Stahl und NLMK brachte der Nahostraum, einschließlich der Türkei, jeweils 5 % und 8 % der Einnahmen im dritten Quartal 2015.

Aeroflot

Die Schließung touristischer Ziele in die Türkei wird den Tourismus in dieses Land verringern. Da das türkische Ziel eines der beliebtesten unter den Russen ist, kann dies erhebliche Auswirkungen auf die Einnahmen der Aeroflot-Firma haben.

Aktuelle Nachrichten und Prognosen

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