Technische Ebenen auf den Grafiken werden von allen gebaut – sowohl von erfahrenen Händlern als auch von Anfängern. Die Konstruktion von Support- und Widerstandsebenen ist wohl das erste, was ein Händler auf dem Devisenmarkt lernt.
Nicht Ebenen, sondern Zonen
Zunächst erinnern die Experten des Magazins Fortrader an die Formulierung eines Preisniveaus auf dem Devisenmarkt.
Achten Sie auf die Wörter „Bereich oder Zone von Werten“, genau darin liegt der Haken. Wenn ein Händler eine Linie durch einen Maximal- oder Minimalwert auf dem Chart zieht, markiert er einen konkreten Preiswert, abhängig davon, entscheidet sich, ob es sich um einen Durchbruch oder einen Rückgang handelt.

Um das besser zu verstehen, nehmen wir eines der auf dem Stundenchart konstruierten Niveaus. Zum Beispiel ist dies eine Widerstandsebene in der EUR/USD-Konstellation, konstruiert anhand des Preises 1,23966.

Nun betrachten wir dasselbe Niveau auf einem kleineren Zeitrahmen. Wie Sie selbst sehen können, funktioniert es hier etwas anders als auf H1.

In diesem Fall könnte man eine Verkaufstransaktion am Rückprall von der Widerstandsebene eröffnen, aber der Händler hat dies nicht getan, da der Preis den von ihm gezeichneten Wert nicht erreicht hat. In zweiter Situation wäre eine Long-Position bei einem Breakout der Ebene eröffnet worden. Im besten Fall hätte dies nur eine geringe Gewinnmarge erbracht oder wäre bei Null geschlossen worden. Im schlimmsten Fall hätte die Transaktion einen Verlust verursacht.
Doch wenn der Widerstand nicht als Linie, sondern als Bereich konstruiert worden wäre, würde sich das Bild völlig anders darstellen. Es ist deutlich zu erkennen, dass der Preis den Widerstandsbereich nicht überwinden konnte und in diesem Fall wäre eine Verkaufstransaktion am Rückprall vom Bereich eröffnet worden.

Aus welchem Grund entstehen Widerstands- und Supportzonen
Jeder Händler weiß, dass technische Analyse die Grundlage des Handels ist. Fragen Sie jeden Händler, und er wird Ihnen sofort sagen, dass der Take-Profit-Auftrag an der gegenüberliegenden Trendlinie platziert werden sollte und der Stop-Loss über oder unter dem vorherigen lokalen Maximum oder Minimum liegen sollte.
Und solche Händler gibt es auf dem Devisenmarkt Millionen. Diese Zonen sind genau die Stellen, an denen Händler ihre Take-Profit- und Stop-Loss-Aufträge platzieren.
Die Ansammlung dieser Aufträge ist sehr wichtig – sobald der Preis sie erreicht, lösen sich hunderttausende Stop-Loss-Aufträge fast gleichzeitig aus. Daraus resultiert ein starker Impuls für die weitere Preisbewegung.
Allerdings sind Händler keine Roboter, daher unterscheiden sich die Stop-Loss-Werte, obwohl sie innerhalb eines engen Bereichs liegen. Dieser Bereich bildet gerade die Support- oder Widerstandszone.

Es ist ziemlich einfach, solche Preiszonen zu konstruieren. Es reicht aus, eine entsprechende Reaktion des Preises auf dem Chart zu finden und diese Zone zu kennzeichnen. Scrollen Sie durch die Geschichte – Sie werden feststellen, dass die von Ihnen eingezeichneten Zonen tatsächlich funktionieren und viel effektiver sind als Linien, die an Extremen gezogen wurden.
