Derzeit versucht der Ölpreis erneut, die Marke von 53 Dollar pro Fass zu erreichen. Es gibt zwei Gründe für den kurzfristigen Anstieg.
Zwei Gründe für den kurzfristigen Anstieg des Ölpreises

In Libyen haben Arbeiter einen Streik am größten Erdölproduktionsgebiet des Landes (ca. 275.000 Barrel pro Tag) angekündigt. Für den Ölpreis ist dies zwar vorübergehend, aber spürbar positiv.
In jüngster Zeit hat Libyen die Produktion stark erhöht, da es zwar Mitglied der OPEC war, aber von der Einhaltung der Quoten befreit war. Im Juli exportierte das Land etwa 865.000 Barrel pro Tag, was ein Hochwert aus den letzten Jahren darstellt.
Die OPEC gab Libyen die Möglichkeit, sich bis März 2018 nicht an das OPEC+-Abkommen zu halten.
Der zweite Grund für den Anstieg des Ölpreises war die Reduzierung der Bohrmaschinen in den USA gemäß Daten von Baker Hughes. Die Anzahl sank um eine Einheit auf insgesamt 765 Maschinen.
Experten sprachen sofort über das Ende des Schieferöl-Booms in den USA. Es wird angenommen, dass die Produktivität alter Bohrlöcher abnimmt und die Ölunternehmen mehr Bohrmaschinen in Betrieb nehmen müssen. Der stärkste Rückgang der Effizienz ist im Perm-Becken zu beobachten.
Diese Tendenz hat keinen stabilen Trend. Der Markt berücksichtigt den saisonalen Anstieg des Kraftstoffbedarfs nur schwach, der im September abnehmen wird.
Der Ölpreis: Die technische Situation verschlechterte sich
JPMorgan weist darauf hin, dass mehrere gescheiterte Versuche, die Marke von 53 Dollar pro Fass zu durchbrechen, die technische Situation des Ölpreises stark verschlechtert haben.

Das, was Investoren in den letzten Wochen beobachteten, war lediglich eine Korrektur vor einem stärkeren Rückgang der Kurse.
Der Bärenmarkt besteht weiterhin. Die Aussichten auf einen Anstieg sind äußerst gering. Es gibt sehr wenige Gründe für eine Erhöhung des Ölpreises. Die Gründe für einen Rückgang sind deutlich zahlreicher. Mindestens Libyen und Nigeria sind bereit, alle Bemühungen der OPEC+ zunichte zu machen. Die Geschwindigkeit des Rückgangs der Lagerbestände sank von 750.000 Barrel pro Tag auf 450.000 Barrel pro Tag im zweiten Halbjahr 2017.
Laut JPMorgan wird der Ölpreis im Jahr 2018 weniger als 45 Dollar pro Fass betragen, und der Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird von 1,1 Millionen Barrel pro Tag auf 1,3 Millionen Barrel pro Tag zunehmen.
Online-Handel mit Öl
- Öl – Prognosen und Handel