Nach Abschluss des Trainings macht sich ein neuer Trader auf, allein auf dem Devisenmarkt zu handeln. Der Anfänger hat gelernt, Trends zu zeichnen, technische Indikatoren auf den Chart hinzuzufügen und Positionen zu öffnen und zu schließen. Was noch benötigt wird, um zu handeln?
Im Laufe der Zeit erkennt der Trader, dass die MetaTrader 4-Plattform nicht nur Moving Average, MACD und RSI-Indikatoren enthält, über die er während seines Unterrichts gesprochen hat, sondern auch, dass es in der Plattform viele technische Indikatoren gibt. Nachdem er auf einen Forum gegangen ist, fällt der Anfänger in größere Schock – es stellt sich heraus, dass es auch verschiedene Modifikationen dieser Indikatoren sowie eigene Indikatoren gibt.
Was soll man tun? Wie wählt man und konfiguriert man einen Forex-Indikator richtig aus?

Indikatoren als Graal
Einige Anfänger versuchen, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Sie suchen nach dem Graal (da dieser Artikel vor allem für Anfänger im Handel gedacht ist), erklären, was der Begriff „Graal“ im Forex-Jargon bedeutet, nämlich einen Indikator oder Expertenberater, der seinem Besitzer unendliches Vermögen bringt. – Hinweis der Redaktion.), beginnen mit dem Handel mit Pfeil-Indikatoren. Warum sich anstrengen? Einfach herunterladen, installieren, in den Markt eintreten, wenn ein Pfeil erscheint, und nur schnell Geld vom Konto abheben.
Solche Händler kommen früher zu der Erkenntnis, dass es auf dem Forex-Markt keinen Graal gibt. Leider zahlen sie dafür mit ihrem eigenen Geld.
Also, nachdem klar ist, dass Pfeil- und Signale-Indikatoren wahrscheinlich nicht helfen werden, millionen Dollar bis zum neuen Jahr zu verdienen, fragt sich der Anfänger berechtigterweise – wie wählt man dann wirklich einen Forex-Indikator aus?
Der Indikator – ein Thermometer des Marktes
Es ist sehr wichtig, das Prinzip jedes technischen Indikators zu verstehen – der Indikator wird von dem Preis gebildet, nicht der Preis vom Indikator. Jeder Indikator ist ein Algorithmus, der historische Daten verwendet und die Berechnungen visuell interpretiert. Der Trader trifft seine Entscheidung selbst, basierend auf den erkannten Mustern in den Anzeigen des Indikators. Dem Indikator egal, ob die FOMC eine Zinserhöhung durchgeführt hat oder die EZB die Volumina ihrer Aktivengruppen erweitert hat, er zeigt nur das an, was der aktuelle Preis ihm vorschreibt.
Metaphorisch ausgedrückt ist der Indikator ein Thermometer. Man sieht auf das Thermometer – draußen sind -10 Grad. Der Indikator sagt nicht, ob es draußen kalt oder heiß ist. Er meldet einfach die Temperatur. Ob man Jacke und Mütze trägt oder in Jeans und Pullover geht, mit der Hoffnung, dass es bald wärmer wird, ist eine Entscheidung, die wir selbst treffen.
Welche Arten von Forex-Indikatoren gibt es?
Es ist notwendig zu verstehen, dass technische Indikatoren in zwei bedingte Gruppen unterteilt werden:
- vorausschauende,
- nachschauende.
Vorausschauender Indikator signalisiert eine Preiswende und ermöglicht es, eine Position am Anfang eines neuen Trends zu öffnen. Die Nachteile vorausschauender Indikatoren sind falsche Signale, die zu Verlusten führen können.
Nachschauender Indikator gibt ein Signal nach der Preiswende ab, was die Genauigkeit erhöht. Die Nachteile nachschauender Indikatoren liegen in ihrem Namen – das Signal erscheint bereits nachdem der Preis einen bestimmten Abstand in die richtige Richtung bewegt hat, und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, eine Position am Ende einer Tendenz zu öffnen.
Auch sollte der Trader verstehen, welche Information der Indikator bereitstellt und welche Aufgaben er erfüllt. Dazu werden die Indikatoren, ihrer Funktionalität entsprechend, in mehrere Gruppen unterteilt:
- Trendindikatoren,
- Oszillatoren,
- Volumenindikatoren,
- Informationelle,
- Kanalinidkatoren,
- Niveau-Indikatoren
und so weiter.
Nehmen wir beispielsweise den Standard MACD-Indikator der MetaTrader 4-Plattform, der zu den Oszillatoren gehört. Das Kreuzen der Säulen mit der Nulllinie signalisiert eine Trendwende, und die Divergenz zwischen dem Preis und der Säule (Divergenz) signalisiert eine bevorstehende Trendwende. Es wäre zumindest un sportlich zu erwarten, dass der Oszillator MACD Informationen über Support-/Widerstandsniveaus oder Pivot-Niveaus liefert.

Daher muss der Trader genau verstehen, welcher Indikator für was benötigt wird und inwiefern dieser oder jener Indikator den festgelegten Zielen entspricht.
Wie konfiguriert man einen Forex-Indikator?
Einen Indikator richtig auszuwählen, ist nur die halbe Arbeit. Bei zwei verschiedenen Händlern kann derselbe Indikator völlig unterschiedliche Signale zeigen. Alles hängt von seinen Einstellungen ab.
Es ist gleich zu bemerken, dass es keine perfekten Einstellungen für einen beliebigen Indikator gibt. Sie hängen von der Währungspaar, dem Zeitrahmen und vielem anderen ab. Einige versuchen, von den Standard-Einstellungen zu profitieren, andere suchen Rat auf Forex-Foren, aber in Wirklichkeit sollten die optimalen Einstellungen des technischen Indikators eigenständig gewählt werden.
Um optimale Einstellungen für einen Forex-Indikator zu finden, müssen folgende Schritte ausgeführt werden:
- klar verstehen, was der Indikator anzeigen soll (die Stärke des Trends, die Richtung, die Support-/Widerstandsniveaus





