Die Verwendung von Mustern im Handel auf dem Devisen- und Finanzmärkten, ob Price Action, Kerzenmuster oder technische Analyse-Muster, ist eine der beliebtesten Methoden zur Preisprognose und wird von vielen Tradern genutzt. Dennoch gibt es viele Beispiele, bei denen scheinbar perfekte Muster den Trader täuschen und ihren in sich verborgenen Potenzial nicht realisieren.



Inhalt
- Schöne, aber verlustreiche Muster
- Wie kann man die Profitabilität eines Musters prüfen?
- Schlussfolgerung
Schöne, aber verlustreiche Muster
Leider sind Fälle, in denen Muster auf dem Devisenmarkt nicht umgesetzt werden, alltäglich. Es reicht ein genauerer Blick auf den Chart, um sie zu finden.
Verlustreicher Pin-Bar
Zum Beispiel folgende Situation: Auf dem Chart wurde ein Price Action-Muster gebildet, bekannt als Pin–Bar (Pin-Bar). Dies ist ein Umkehrmuster, das darauf hinweist, dass sich die Stimmung am Markt geändert hat. Ein Pin-Bar sieht aus wie eine Kerze mit kleinem Körper, einem langen Schatten auf einer Seite und einem kurzen auf der anderen. Dabei muss der Kerzenkörper innerhalb des Hoch-Tief-Werts der vorherigen Kerze liegen. Es wird angenommen, dass das Entstehen des Musters einen Preistrendwechsel ankündigt.
Beispiel für einen falschen verlustreichen Pin-BarWie Sie sehen können, entstand auf dem Chart ein schöner Pin-Bar, der als Vorlage für eine Verkaufstransaktion dienen könnte. Wenn dies geschehen wäre, hätte der Trader einen Verlust erlitten.
Nicht funktionierendes “Bärenschlucken”
Diese Situation kann mit jedem Muster auftreten. Zum Beispiel das Umkehrmuster “Bärenschlucken“, bei dem im Rahmen einer steigenden Tendenz ein Setup entsteht, bei dem der Körper der vorherigen Bullenkette innerhalb des Open-Close der nächsten Bärenkerze liegt. Es wird angenommen, dass dieses Muster das Ende der steigenden und den Beginn der fallenden Tendenz markiert.
Beispiel für ein falsches verlustreiches “Bärenschlucken”Das ist ein Beispiel für ein klassisches “Bärenschlucken”, nach dem es keinen Preistrendwechsel gab – nach einer kleinen Korrektur setzte sich die steigende Tendenz fort. Obwohl das Kerzenmuster wie geschrieben aussah, blieb die Tendenz auf dem Chart steigend. Der Versuch, abzusinken, war erfolglos, der Preis drehte sich nach oben.
Dieser Fall ist noch nicht der schlimmste. Zumindest sank der Preis für eine gewisse Zeit, und der Trader konnte den Stop-Loss in den Break-even setzen.
Es ist visuell unmöglich, einen erfolgreichen Muster von einem erfolglosen zu unterscheiden. Hier ist ein Beispiel mit demselben “Bärenschlucken”, das jedoch richtig umgesetzt wurde.
Beispiel für ein korrekt umgesetztes “Bärenschlucken”Die Ausgangsbedingungen für das Setup waren dieselben, doch das Ergebnis war völlig anders. Wie erwartet endete die steigende Tendenz nach dem Auftreten des “Bärenschluckens”, der Preis drehte sich um und eine fallende Tendenz begann.
Wie kann man die Profitabilität eines Musters prüfen?
Angesichts dessen ergibt sich der Schluss, dass die Prüfung von Mustern notwendig ist. Es gibt zahlreiche Werkzeuge zur “Filterung” grafischer Figuren – dies können technische Indikatoren, Unterstützungs- und Widerstandsniveaus usw. sein. Als sehr effektiv hat sich die Verwendung von Volumina erwiesen, insbesondere des Standardindikators Volumes.
Betrachten wir dasselbe “Bärenschlucken”, nun in Kombination mit dem Indikator Volumes. Die Logik der Filterung des Musters ist sehr einfach:
- Das Volumen der ersten Kerze ist relativ klein. Das zeigt an, dass die Bullen ihre Mittel in den Kauf des Vermögenswerts nicht mehr investieren.
- Das Volumen der zweiten Kerze steigt plötzlich. Da die zweite Kerze die erste verschluckte, ziehen wir den Schluss, dass sich die Stimmung am Markt geändert hat.




