07 August, 2026

GG-RSI-CCI – Eine fertige Handelsstrategie im Indikator

Aleksey Kondykov

Es gibt zahlreiche Forex-Indikatoren, die zwei oder mehrere andere Indikatoren kombinieren – sogenannte „Community-Mix-Indikatoren“. Einer davon ist der GGRSICCI. Er vereint zwei gleitende Durchschnitte, den beliebten RSI (Relative Strength Index) sowie den weit verbreiteten CCI (Commodity Channel Index). Diesen betrachten wir im Folgenden.

Funktionsweise des Indikators

Der Indikator GGRSICCI signalisiert dem Trader den aktuellen Trend wie folgt: eine grüne Balkenleiste steht für einen Aufwärtstrend, eine rote für einen Abwärtstrend und eine gelbe für Seitwärtsbewegung („Flat“ oder „Sideways“). Der Indikator lässt sich leicht an die individuellen Bedürfnisse eines Traders oder an ein bestehendes Handelssystem anpassen – sowohl die Farben der Balken als auch die Zeitperioden der einzelnen Komponenten sind konfigurierbar.

Die Variable Ind_Period steuert die Berechnungsperiode für die Indikatoren RSI und CCI; der Standardwert beträgt 20. Die Variablen Avg_Period1 und Avg_Period2 definieren die Perioden der beiden gleitenden Durchschnitte; standardmäßig sind sie auf 8 und 14 eingestellt.

Ris. 1. GG-RSI-CCI mit Standard-Einstellungen.
Der Indikator GG-RSI-CCI zeichnet seine Werte nicht nach (außer für den aktuellen Bar, was natürlich normal ist). Da er auf bewährten Standardindikatoren basiert und vollständig anpassbar ist, stellt er praktisch eine fertige Handelsstrategie in einem einzigen Indikator dar – und bietet zudem Raum für kreative Weiterentwicklung.

Test der Indikator-Leistung

Aber ist wirklich alles so einfach? Um dies zu prüfen, wurde ausschließlich mit diesem Indikator gehandelt – unter Verwendung der Standardparameter. Die Positionen wurden auf dem M5-Chart eröffnet, für die Währungspaare GBP/USD, EUR/USD, AUD/USD und NZD/USD. Zusätzlich wurde die Trendrichtung auf dem H1-Chart berücksichtigt – ebenfalls mithilfe des GG-RSI-CCI. Der Lot war konstant, der Take-Profit betrug 30 Pips, der Stop-Loss 20 Pips. In Abbildung 2 ist die Equity-Kurve des Experiments dargestellt:

Ris. 2. Equity-Kurve des Experiments.
Wie deutlich erkennbar ist, reicht der Indikator GG-RSI-CCI allein nicht aus, um profitabel zu handeln. Eine Serie von Verlustgeschäften zeigt klar, dass ein zusätzlicher Filter unbedingt erforderlich ist. Mit einem solchen Filter steigt die Equity bei Standardparametern deutlich und stabil an. Der einfachste Filter ist ein zweiter GG-RSI-CCI mit einer längeren Periode – wobei der Einstieg erfolgt, sobald der „jüngere“ Indikator (z. B. auf M5) das Signal des „älteren“ (z. B. auf H1) bestätigt – entweder zeitgleich oder mit Verzögerung.

Ris. 3. GG-RSI-CCI mit Filter – der ältere Indikator befindet sich unten.

In Abbildung 3 zeigen Pfeile die Eintrittspunkte an. Wie ersichtlich, treten zwar immer noch Verlustgeschäfte auf, jedoch deutlich weniger als ohne den höheren Zeitrahmen-Filter. Aus diesem Grund sollte der Take-Profit stets größer als der Stop-Loss gewählt werden – dies gehört zum grundlegenden Risikomanagement, das jedem Trader vertraut sein sollte. Zudem ist es stets ratsam, die Trendrichtung auf weiteren Zeitrahmen zu überprüfen.
Fazit: Der GG-RSI-CCI-Indikator eignet sich hervorragend als Bestandteil einer robusten Handelsstrategie oder eines Expert Advisors – vorausgesetzt, man betrachtet den Markt ganzheitlich und handelt flexibel. Viel Erfolg und profitable Trades!

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