FORTRADER: Das wichtigste Ereignis der Handelswoche ist zweifellos das Treffen des EZB, von dem der Markt eine Erweiterung des Finanzstimulans erwartet. Die meisten Experten prognostizieren einen Rückgang des EUR/USD-Kurses, die Schätzungen unterscheiden sich nur in der Höhe des Rückgangs. Gleichzeitig sagen einige Analysten, dass alle Änderungen in der Geldpolitik der EZB bereits im Kurs des Euros berücksichtigt sind.
Wie wahrscheinlich ist es, dass sich nach dem EZB-Treffen der EUR/USD-Kurs senkt, bis hin zu einem neuen jährlichen Tiefpunkt, und dann in eine langfristige Aufwärtskorrektur eintritt?

EZB-Treffen: Der Wechselkurs des Euro/Dollar wird zwischen 1,05 und 1,08 gehandelt
Sergej Kozlowski, Leiter des Analysebereichs bei Grand Capital: Der Euro/Dollar-Kurs bleibt weiterhin in einem Abwärtstrend. Die Schwäche des Euros, insbesondere durch das Quantitative Easing (QE)-Programm der EZB, wird durch die allgemeine Stärkung des US-Dollars auf dem Devisenmarkt verstärkt. Bis zu den Jahresminimums (1,0480) bleiben nur noch 1,1 % (zum Zeitpunkt der Verfassung des Kommentars handelt der Euro/Dollar-Kurs bei 1,0600).
Momentan gibt es keine Anzeichen dafür, dass der Rückgang bald stoppen wird, nicht einmal negative US-Daten helfen. Aus technischer Sicht erscheinen gerade Verkäufe des Euros besonders vielversprechend, insbesondere vom aktuellen Niveau aus.
Wir glauben, dass die EZB auf dem nächsten Treffen keine klaren Anweisungen für eine Erweiterung von QE geben wird. Dieser Umstand wird nicht als positiv oder negativ angesehen, aber standardmäßig vom Markt als Fortsetzung der aktuellen Ideen interpretiert, was wiederum bedeutet, den EUR/USD-Kurs zu verkaufen.
Einen starken Rückgang erwarten wir nicht – die Richtung des Kurses bleibt mit möglichen lokalen Volatilitätsspitzen erhalten. Das Ziel für die nächste Woche liegt bei 1,0500; am Ende des Jahres, im Rahmen der Gewinnrealisierung, könnte eine Korrektur bis 1,0800 erfolgen.
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