Der Preis für Rohöl der Marke Brent zeigte aufgrund der Veröffentlichung von Daten über die Ölreserven durch das US-Energieministerium kleine Schwankungen auf dem Kursdiagramm. In den ersten Minuten des Handels stiegen die Preise um 1,6 %, danach fielen sie jedoch plötzlich um 2,5 %. Am Ende waren die Rohölkurse noch niedriger als vor der Veröffentlichung. Experten des Magazins ForTraders.org analysieren den Bericht zu den Ölreserven und die Reaktion des Marktes auf die Veröffentlichung.

Preis für Rohöl: Schwankungen aufgrund der Veröffentlichung der Daten zu den Ölreserven in den USA
- Ölreserven: -6,428 Millionen Barrel (Prognose: -2,7 Millionen Barrel, Daten der API: 8,67 Millionen Barrel);
- Strategische Ölreserven: -0,979 Millionen Barrel;
- Benzinreserven: -2,858 Millionen Barrel;
- Distillatreserven: +0,394 Millionen Barrel;
- Ölförderung: 9,342 Millionen Barrel pro Tag (+22.000 Barrel pro Tag);
- Nachfrage nach Öl stieg um 0,229 Millionen Barrel pro Tag, Importe sanken um -0,309 Millionen Barrel pro Tag, die Auslastung der Raffinerien stieg von 93,5 % auf 95,0 %.
Was sehen wir anhand der Statistik?
Die Ölreserven sanken bereits acht Wochen in Folge. Dieser Rückgang ist erheblich, da er deutlich geringer erwartet wurde. Der Markt war nicht auf einen so starken Rückgang vorbereitet, obwohl die API-Daten bereits am Vortag darauf hingewiesen hatten. Der Rückgang der Reserven fand im Zusammenhang mit einer Zunahme der Nachfrage seitens der Raffinerien statt (die Auslastung stieg auf 95 %).
- Die Ölproduktion in den USA steigt weiter an, und Anleger befürchten, dass amerikanische Produzenten den Rückgang der Förderung durch das OPEC+-Abkommen kompensieren könnten.
- Die API-Daten hatten bereits am Vortag über einen signifikanten Rückgang der Ölreserven in den USA berichtet (am Mittwoch, dem 31. Mai) und der Rohölpreis reagierte bereits auf diese Nachrichten mit einem Anstieg der Kurse. Natürlich stimmen die API-Daten oft nicht mit denen des EIA überein, und Anleger haben die neuen Daten aus der API nicht vollständig in den Markt einbezogen. Da das EIA jedoch einen weniger starken Rückgang meldete, war kein starker Anstieg zu erwarten, da dies bereits in den Kursen enthalten war. Die erste Reaktion des Marktes war übertrieben, obwohl der Rückgang unangemessen erschien. Die Überverkäufe entstanden gerade dadurch, dass kurz vorher große Käufe gebildet wurden, die nun teilweise vom Markt geschlossen wurden.
- Die Ölreserven in den USA sinken nur aufgrund der Saison. Das heißt, nur saisonale Faktoren helfen dabei, den Markt auszugleichen. Sobald die Sommerferien vorbei sind, kann niemand garantieren, dass die Tendenz zum Rückgang der Ölreserven erhalten bleibt. Stattdessen wird der Herbst mit seiner Kälte kommen, was eine Erhöhung der Ölförderung bei gleichzeitiger Reduzierung der Nachfrage seitens der Autoliebhaber erfordern wird.

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