Brent-Ölpreis konnte den Niveau von 72 Dollar pro Barrel nicht erreichen und stoppte das Rally der letzten Tage, wobei er sich in der Nähe von 71 Dollar pro Barrel bewegte. Saudi-Arabien setzt weiterhin die Produktionssenkung über das geplante Maß hinaus um, doch Vertreter Russlands haben bereits erklärt, dass sie gegen eine Verlängerung des OPEC+-Abkommens im zweiten Halbjahr stehen und ab Juni die Produktion erhöhen könnten. Gleichzeitig steigen die Rohölvorräte in den USA weiter an.
Kann man den Anstieg der Ölpreise als vorbei betrachten und auf eine Wende zu fallenden Kursen warten? Dieser Frage hat Anna Bodrova, Expertin von Alpari, geantwortet.
– Es sieht nicht so aus, als ob die «Bullen» im Ölmarkt erschöpft sind und aufgeben würden. Am Mittwoch, dem 17. April, erreichte der Barrel Brent erneut lokale Hochs und stieg auf 72,20 Dollar, ein Hoch vom 8. November des Vorjahres. Laut API-Befragungen kehrten die Rohölvorräte zum Rückgang zurück, obwohl dies nicht erwartet wurde, und heute werden die Daten des Energieministeriums mit großer Wahrscheinlichkeit einen Rückgang der Rohstoffvorräte zeigen.

Es gibt immer noch genug «Bullen»-Faktoren:
- Zunächst ist es die Geopolitik: Die USA werden bald bekannt geben, was mit den Vorteilen für Käufer iranischen Ölverkaufs geschehen wird.
- Zweitens sind die Probleme in Libyen nicht verschwunden, der politische Konflikt brennt hier weiter und wird durch militärische Aktionen befeuert und könnte jederzeit neu entflammen.
- Drittens trägt auch Venezuela mit seinem Rückgang der Produktion und seiner Energiekrise dazu bei, die «Bullen»-Stimmung zu fördern.
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