ForTraders.org 19/06: Auf Fragen des amerikanischen Fernsehkanals CNBC antwortete der Leiter der Zentralbank Russlands, Elwira Nabiullina, mit einigen wichtigen Kommentaren zur Geldpolitik, zum Wechselkurs des Rubels und zum Bitcoin-Markt.

Geldpolitik der Zentralbank Russlands
Zur Frage erklärte Nabiullina, dass die Geldpolitik der Zentralbank Russlands nicht darauf abzielt, den Rubel zu steuern. Die Erhöhung der Schlüsselrate im Dezember war darauf ausgerichtet, die Inflation einzudämmen, nicht den Wechselkurs der nationalen Währung stabil zu halten, betonte der Leiter der Zentralbank. Zusammenfassend wurde mitgeteilt, dass alle Entscheidungen zur Schlüsselrate darauf abzielen, in der mittelfristigen Perspektive das Ziel der Inflation von 4 % zu erreichen.
Wechselkurs des Rubels
Bezüglich des für die Zentralbank Russlands akzeptablen Wechselkurses des Rubels eilte die Regulierungsbehörde, zu versichern, dass der Wechselkurs flottiert, damit der Markt selbstständig die für ihn erforderlichen Niveaus festlegt. Negativ wirkt sich nur ein plötzlicher Anstieg aus, was zu einer Erhöhung der Inflationserwartungen führen kann. Daher ist ein Niveau von 50 bis 55 Rubeln nicht bequem, und das bedeutet nicht, dass die Zentralbank Russlands Maßnahmen ergreifen wird, um den Rubel in diesen Bereich zurückzubringen.
Bitcoin
Laut Nabiullina benötigt dieser Markt eine große Aufmerksamkeit aufgrund des wachsenden Interesses daran. Auch die Anonymität der durchgeführten Transaktionen löst viele Fragen aus, die potenziell fragwürdig sein können (Geldwäsche, Finanzierung von Terrorismus). Der Leiter der Zentralbank sieht derzeit keine realen Möglichkeiten, Bitcoin in die Goldreserven aufzunehmen, als Antwort auf eine Frage eines Journalisten. Aber aufgrund der Entwicklung des Marktes wird die Zentralbank Russlands weiterhin den Bitcoin-Markt beobachten und bei Bedarf regulieren.
Federal Reserve (FRS)
Nabiullina sieht keine großen Risiken für Russland bei der Erhöhung der Schlüsselrate der FRS im September. Laut ihrer Aussage gibt es zwei Szenarien: entweder reagieren die Märkte ruhig, oder nervös, aber es bestehen keine besonderen Risiken für die russische Wirtschaft.





