Der Schweizer Franken ist eine der wichtigsten Währungen, die zu den sogenannten Major-Währungen gehören. Der Handel mit CHF auf dem Forex-Markt macht 3 % des gesamten Umsatzvolumens aus. Das ist zwar nicht so viel wie die 42 % des US-Dollars, aber immer noch sehr gut.

Traditionell dient der schweizerische Franken als Sicherheitswährung für Investoren, wenn das Interesse an Risiken abnimmt. Der Wechselkurs des Frankens wird vom Schweizerischen Nationalbank (SNB) reguliert. Für diesen Bank ist es typisch, Wechselkursinterventionen durchzuführen, um den notwendigen Kurs der nationalen Währung zu erhalten.
Die letzte wichtige Intervention wurde durchgeführt, um den Kurs des Frankens gegenüber der europäischen Währung zu schwächen, was zu einem Anstieg des Kurses der Währungspaare EUR/CHF um mehr als 1000 Punkte führte. Derzeit hält die Schweizerische Nationalbank den Niveau von 1,20 und erklärt öffentlich, dass sie Wechselkursinterventionen durchführen wird, falls der Kurs von EUR/CHF unter 1,20 fällt. Dies nutzen aktiv Investoren und Händler weltweit: Sie versuchen, die Währungspaar bei Erreichen des Bereichs 1,20 zu kaufen.
Laut der Schweizerischen Nationalbank liegt der faire Kurs des Euro/Franken-Paares bei 1,30 bis 1,40. Daher beschäftigen sich zurzeit viele Händler mit langen Positionen in diesem Paar, in der Hoffnung auf „leichte“ Gewinne. Die Geschichte einer Frau, die im Zusammenhang mit der ehemaligen Präsidentin der Schweizerischen Nationalbank stand und es schaffte, etwa 60.000 schwizerische Franken durch Interventionen zu verdienen, hat auch das Interesse an diesen Aktionen verstärkt.
Auch sollte man den bekannten Faktor der hohen Korrelation zwischen dem EUR/USD-Paar und dem USD/CHF-Paar erwähnen. Sie war nahe am Wert „-1“, was es Händlern ermöglichte, ihre Positionen abzusichern. Während der Finanzkrise hat sich diese Tendenz etwas verändert, aber die Ähnlichkeit im Verhalten der Paare bleibt deutlich spürbar, insbesondere nachdem der schwizerische Franken an den Euro gebunden wurde.