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01 May, 2026

Gold- und Devisenreserven: Die Vorräte des Landes für den „schwarzen Tag“

James Foster

Sei ein Trader: Fundamentalanalyse

Die meisten Menschen, wenn sie an die Zukunft denken, sammeln Vorräte für den sogenannten „schwarzen Tag“. Doch der „schwarze Tag“ kann auch für jedes Land eintreten, was seine Regierungen gut verstehen. Aus diesem Grund erwerben Staaten bei Gelegenheit Gold, Währungen und Wertpapiere, um so Gold- und Devisenreserven zu bilden.

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ZVR: allgemeine Praxis

Gold- und Devisenreserven (engl. Foreign Exchange Reserves) sind die Gesamtsumme hochliquidierter Vermögenswerte: verschiedene Fremdwährungen und Geldgold, die unter Kontrolle spezieller staatlicher Behörden stehen. Traditionell beziehen zentrale Banken verschiedener Länder in ihre ZVR verschiedene Währungen, wie beispielsweise US-Dollar, Euro, britische Pfund, japanische Yen oder Schweizer Franken. Die Existenz von Gold- und Devisenreserven ermöglicht den Geldbehörden , den stabilen Kurs der nationalen Währung aufrechtzuerhalten, und damit eine Reihe wirtschaftlicher Probleme zu lösen, die mit starken Schwankungen des Wechselkurses verbunden sind. Nach dem Verzicht auf den „Goldstandard“ in der weltweiten Finanzsystem, ist die Bildung von Gold- und Devisenreserven zur allgemeinen Praxis geworden.

Die Gold- und Devisenreserven eines Landes müssen in ausreichender Menge vorhanden sein, um die im Umlauf befindlichen Geldressourcen abzudecken, den Import über drei Monate sicherzustellen und die Zahlungen für den Außen- und Innenstaatsverpflichtungen des Landes zu garantieren.

Instrument der Geldpolitik der Zentralbank

Eine der Hauptaufgaben der Geldpolitik der Zentralbanken ist oft das Glätten plötzlicher Wechselkurschwankungen der nationalen Währung, um negative Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes zu vermeiden. Zum Beispiel, wenn der Bedarf an der nationalen Währung über das Angebot hinausgeht, aber ihr Anstieg unerwünscht ist, da er negativ auf den Export wirkt, kann die Zentralbank die nationale Währung emittieren, wodurch überschüssige Fremdwährungen gekauft werden.

Diese Politik fördert die Erhöhung der Gold- und Devisenreserven, wobei jede zusätzliche Emmission immer mit dem Risiko eines Anstiegs des Inflationsniveaus verbunden ist. Im entgegengesetzten Fall, wenn der Bedarf an der nationalen Währung über das Angebot hinausgeht, kann die Zentralbank auf die Anwendung von Wechselkursinterventionen zurückgreifen, indem sie einen Teil der Gold- und Devisenreserven verkauft, um den Wechselkurs der nationalen Währung vor einem Rückgang zu schützen.

In der modernen wirtschaftlichen Praxis formen nur wenige Zentralbanken eine Wechselkurspolitik, deren Ziel es ist, einfach nur den stabilen Wechselkurs der nationalen Währung aufrechtzuerhalten. Natürlich beeinflussen viele Faktoren den Wechselkurs der Währung, wie beispielsweise das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Änderungen der Import- und Exportvolumina, das Inflationsniveau, die Geschäftstätigkeit usw. Wechselkursinterventionen, die von der Zentralbank durchgeführt werden, haben in der Regel einen positiven Effekt nur in kurzer Sicht, während sie in langfristiger Perspektive negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben können.

Abbildung 1. Karte der Gold- und Devisenreserven.
Abbildung 1. Karte der Gold- und Devisenreserven.

Die andere Seite der Medaille

Die Politik der Bildung von Gold- und Devisenreserven wird in bestimmten Kreisen stark kritisiert. Dies wird dadurch begründet, dass bei Vorhandensein großer Mengen an ZVR das Regierungssystem erheblich Einfluss auf den Wechselkursmarkt nehmen kann. Normalerweise wird dies getan, um den bestimmten Niveau der Wettbewerbsfähigkeit des staatlichen Exports durch gezieltes Abschwächen der nationalen Währung zu erhalten, wodurch die exportierte Produktion auf dem Weltmarkt günstiger wird. Laut Kritikern geht diese Protektionismus-Politik gegen den Geist der freien Konkurrenz und kann zu Gegenmaßnahmen führen, bestehend aus Einführung von Handelshürden (Quoten, Zolltarife und Gebühren).

Außerdem wird das Vorhandensein beträchtlicher Mengen an Gold- und Devisenreserven als mögliche Bedrohung für die Stabilität des globalen Finanzsystems angesehen, da die Intervention der Zentralbank in Prozesse auf dem Wechselkursmarkt den Ungleichgewicht erhöht und die Volatilität erhöht.

Wie kann die Information über Gold- und Devisenreserven für einen Investor nützlich sein? Die Möglichkeiten des Landes hängen direkt vom Umfang der ZVR ab. Ein Anstieg der Vorräte ist für Investoren ein weiterer Indikator für die Attraktivität und Zuverlässigkeit der investierten Mittel.

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