Auf dem Devisenmarkt Forex konzentrieren sich die meisten Trader auf Strategien, Indikatoren und Einstiegspunkte. Dabei wird oft ein entscheidender Faktor ignoriert – die Handelskosten. Eine dieser versteckten Gebühren ist der Markup (Mark-up), der die endgültige Profitabilität direkt beeinflusst. Wir erklären, was das ist, am Beispiel.
Was ist Markup
Markup – das ist die Aufschlag, den der Broker zur Kommission des Liquiditätsanbieters hinzufügt. Im Gegensatz zur standardmäßigen Kommission, die separat abgezogen wird, ist der Markup unsichtbar, aber in jeder Transaktion als Teil des Spreads enthalten. Tatsächlich ist das der Gewinn des Brokers, weshalb es für Unternehmen, die Orders auf den Interbankenmarkt leiten, vorteilhaft ist, wenn ihre Kunden viele Trades ausführen.
Wenn ein Trader eine Position eröffnet, arbeitet er nicht mit reinen Interbankenkotierungen, sondern mit Preisen, in die bereits der Gewinn des Brokers eingerechnet ist.
Zum Beispiel kann ein Währungspaar auf dem Interbankenmarkt Kotierungen wie 1.1000 (Bid) und 1.1001 (Ask) haben. Der reale Spread beträgt also 1 Punkt.
Der Broker kann dem Kunden jedoch Preise wie 1.0999 und 1.1002 zeigen, bei denen der Spread bereits 3 Punkte beträgt. Die Differenz von 2 Punkten ist der Markup, den der Broker zum Preis hinzugefügt hat, um seinen Profit zu erzielen.
Wann wird Markup verwendet
Markup wird am häufigsten von Brokern eingesetzt, die nach dem Market-Maker-Modell arbeiten oder CFD-Instrumente anbieten. Manchmal wird es auch in ECN/STP-Modellen genutzt, wo es mit einer separaten Kommission kombiniert werden kann. Für den Trader bedeutet das, dass der Handel trotz fehlender offenkundiger Abzüge nie ganz kostenlos ist.
Einfluss auf den Handel
Der Markup wirkt sich natürlich direkt auf das Ergebnis aus. Er erhöht die Einstiegskosten und verschiebt den Break-even-Punkt. Um die zusätzlichen Punkte auszugleichen, muss sich der Preis weiter in Richtung der Position bewegen.
Das spürt man besonders bei aktivem Trading. Bei häufigen Einstiegen wird selbst ein kleiner Aufschlag auf Dauer zu einer beträchtlichen Summe. In Handelsstrategien mit kleinen Profit-Zielen kann der Markup-Einfluss entscheidend sein.





