Beginnende Anleger stoßen häufig auf den Begriff ETF und vermeiden ihn, da sie denken, dass es sich um etwas sehr Komplexes handelt. Tatsächlich ist ETF jedoch ein spezielles Finanzinstrument, das nichts Unbekanntes oder Unüberwindbares birgt. Bei näherer Betrachtung lassen sich seine Merkmale und Vorteile beim Investieren und Handeln erkennen.
ETF-Fonds kurz

Der erste ETF (Exchange Traded Fund) entstand in Kanada, doch der richtige Beginn der Entwicklung dieser Finanzinstitute gilt als die Gründung des SPDR („Spiders“) in den USA im Jahr 1993, der auf Investitionen in Aktien abzielte, die im S&P500-Index enthalten sind. In fast zwei Jahrzehnten wuchs die Anzahl der börsengehandelten Fonds auf mehrere tausend, und das Vermögen dieser Fonds überstieg 1,3 Billionen Dollar.
Allerdings unterscheidet sich die Preisgestaltung der ETF-Aktien von der eines PIF, da sie auf der Börse anhand von Angebot und Nachfrage gebildet wird und sich während des Tages verändert.
Außerdem können die Wertpapiere des Fonds geliehen oder mit Geld aus Krediten erworben werden. Darüber hinaus sind bei der Handel mit ETF-Aktien die Verwendung von Hebel und Techniken wie „kurze Verkäufe“ erlaubt, was die Transaktionen risikoreicher macht. Wir sprechen darüber genauer.
Börsengehandelte Investmentfonds oder ETF
ETF ist eine englische Abkürzung für Exchange Traded Fund, was übersetzt als Börsengehandelter Investmentfonds bedeutet.
Wie in vielen Fällen ist es üblich, in der börsenspezifischen Terminologie englische Abkürzungen zu verwenden. Bildhaft gesagt ist ein ETF ein Art Portfolio. Normalerweise besteht ein solcher Fond vollständig aus Aktien, die in einem bestimmten Börsenindex enthalten sind, und orientiert sich daran. Dies liegt daran, dass ein Index selbst kein Asset ist, sondern eine relative Größe.

Praktisch für jeden Börsenindex existiert ein ETF-Fonds, der seine Struktur kopiert. Jeder ETF gibt eigene Aktien aus und kann auch andere Aktien und börsenfähige Vermögenswerte kaufen. Die Aktien der Investmentfonds werden wie gewöhnliche Wertpapiere an der Börse gehandelt und ihre Preise können zwischen einigen Cent und mehreren Hundert Dollar liegen. Die Entwicklung des Aktienwerts zeigt den Erfolg des Fonds an.
Zusätzlich zu den Fonds, die Börsenindizes kopieren, gibt es auch einige ETFs, die ihren eigenen Portfolio aus Vermögenswerten bilden, zu denen Aktien, Metalle usw. gehören können.
Welche Arten von ETFs gibt es
Da jeder ETF die Zusammensetzung eines Börsenindexes nachbildet, können alle Fonds grob in vier Arten unterteilt werden:
- ETF-Fonds, die auf globale Indizes basieren, die den gesamten Markt innerhalb eines Landes abdecken. Zum Beispiel solche Indizes wie S&P 500, Euro Stoxx 50 oder Nikkei 225.
- Investmentfonds, die auf branchenspezifische Indizes zurückgreifen, die Kennzahlen bestimmter Wirtschaftssektoren darstellen.
- ETF-Fonds, deren Grundlage Wechselkursindizes sind.
- Börsengehandelte Investmentfonds, die auf Schuldverschreibungsindizes basieren.
Daher ist es wichtig, zunächst herauszufinden, welchen Börsenindex der betreffende ETF-Fonds verwendet, um klar zu verstehen, mit welchem ETF-Fonds man es zu tun hat.
Grundformate börsengehandelter Investmentfonds
Börsengehandelte ETF-Fonds sind in drei Hauptformaten verfügbar:
- offene indexbasierte ETF-Fonds,
- allgemeine Investment Trust ETF-Fonds,
- Trusts des Börsenvertrauens.
Ein offener ETF-Fonds hat gegenüber dem Trust die Möglichkeit, Gewinne aus den Aktien im Portfolio erneut zu investieren. Zudem hat der offene Fond das Recht, Wertpapiere Dritten zu leihen. Dies ermöglicht es, Gewinne aus schwer zugänglichen Aktien am Markt zu erzielen.
Zusätzlich zu den grundlegenden Klassen gibt es auch ETF-Fonds, die Futures, Rohstoffmärkte und ähnliche Vermögenswerte in ihrem Portfolio beinhalten.
Wie wird der Aktienpreis eines ETFs gebildet
Tatsächlich hat eine Aktie eines börsengehandelten Investmentfonds drei Preise:
- der Aktienpreis an der Börse;
- der Schlusskurs, der auf der Nettovermögenswert-Berechnung basiert;
- der während des Tages berechnete Wert des Nettovermögens.
Nicht alle ETF-Aktien haben eine gute Liquidität. Wenn der Fond neu ist, fehlen oft die Mittel, um die notwendige Liquidität zu gewährleisten. Solche Fonds werden normalerweise mit geringen Volumina und hohen Spread gehandelt. Dennoch bietet dies dem Anleger die Möglichkeit, Aktien eines vielversprechenden Fonds zu einem relativ niedrigen Preis zu erwerben.
Vorteile von ETF
- Möglichkeit zur globalen Diversifikation des Investmentportfolios. Beim Erstellen seines eigenen Portfolios ist der Anleger nicht eingeschränkt. Bestehende ETF-Fonds ermöglichen es, Länder, Regionen, einzelne Wirtschaftssektoren auszuwählen, wobei der Anleger gleichzeitig auf die Notwendigkeit verzichtet, konkrete Aktien oder andere Wertpapiere auszuwählen.
- Weites Anwendungsspektrum. Börsengehandelte ETF-Fonds haben ein breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten. Es kann sich um einen der Optionen des passiven Investierens oder gezielter Investitionen in einen bestimmten Wirtschaftssektor handeln. Darüber hinaus werden ETF-Aktien an der Börse wie gewöhnliche Wertpapiere gehandelt, was es ermöglicht, sie für Spekulationen zu nutzen.
- Zugänglichkeit von ETF. Mit Zugang zur Börse kann jeder Anleger die benötigte Menge an ETF-Aktien kaufen.
- Transparenz der Investitionen. Die Verwalter der ETF-Fonds veröffentlichen täglich Informationen über den Inhalt des Fonds und den Zustand der Vermögenswerte, sodass der Anleger





