Am Donnerstag, dem 10. Dezember, beendete die Bank of England ihre Sitzung, wobei die Leitzinsrate auf dem aktuellen Niveau von 0,50 % belassen wurde, wie erwartet. Die Stimmen waren traditionell 8 zu 1 verteilt. Ian McCafferty stimmte für eine Erhöhung des Zinssatzes auf 0,75 %.

Der Pfund verlor an Wert nach dem Treffen der Bank of England
Laut Protokoll der Sitzung hat die Führung der Bank of England keine klare Vorstellung davon, wie sich Wirtschaftswachstum und Inflation weiterentwickeln werden.
Zurzeit gibt es kaum negative Auswirkungen durch das Wachstumsverlangsamung der Schwellenländer auf das britische Bruttoinlandsprodukt, sagte der Regulator, jedoch wird eine Zinserhöhung der US-Zentralbank am 16. Dezember und überhaupt jede Zinserhöhung der Federal Reserve Risiken für Schwellenländer bedeuten.
Hinsichtlich der zukünftigen Perspektiven hält sich die Bank of England grob folgender Position:
- Niedrige Ölpreise werden den Anstieg der Inflation weiterhin bremsen.
- Das britische Bruttoinlandsprodukt wird im vierten Quartal 2015 ein Wachstum zeigen, das dem dritten Quartal entspricht.
- Weitere Druck auf die Inflation wird durch das Verlangsamung des Lohnwachstums in den letzten Monaten ausgeübt.
- Andererseits: Die Schwäche des Außenhandels wird durch die Stärke des Innenmarkts kompensiert.
Von besonderer Bedeutung für die Zinserhöhung der Bank of England sind das Wachstum der Arbeitsproduktivität und der Löhne. Dabei orientiert sich der Regulator nicht an den Handlungen anderer Zentralbanken, was bedeutet, dass eine Zinserhöhung der US-Zentralbank Federal Reserve nicht unbedingt zu ähnlichen Aktionen des britischen Regulators führen wird. Außerdem hob die Bank of England hervor, dass Terroranschläge in Paris vermutlich keinen signifikanten Einfluss auf die französische Wirtschaft, einen der wichtigsten Handelspartner des Vereinigten Königreichs, hatten.
Im Licht schwächerer Wachstumsprognosen für die britische Wirtschaft sowie Unsicherheiten innerhalb der Regulierung verlor die GBP/USD-Paar etwa 0,4 % und fiel auf 1,514 von einem Niveau um 1,52, sagen Experten des ForTrader-Magazins. Das bedeutet, wenn sich die Wirtschaft langsamer erholt und die Inflation unter Druck durch verschiedene Faktoren niedrig bleibt, kann man frühere Zinserhöhungen vergessen.
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