Was ist der ZEW-Wirtschaftsindex?
Der ZEW-Wirtschaftsindex ist ein Indikator für wirtschaftliche Erwartungen des deutschen Instituts ZEW, der die Meinung von 350 Experten über die Erwartungen der wirtschaftlichen Aktivität und Entwicklung in den nächsten 6 Monaten widerspiegelt.
ZEW-Index
Hilft dabei, das Gleichgewicht zwischen negativen und positiven Prognosen der Fachleute darzustellen. Der Indexwert wird als prozentuales Verhältnis zwischen günstigen und ungünstigen Meinungen berechnet. Es handelt sich um einen führenden Indikator.

Die Heimat des ZEW-Index ist Deutschland, jedoch sind die Experten, deren Meinung bei der Berechnung des Index berücksichtigt wird, Spezialisten aus anderen europäischen Ländern sowie Japan, Großbritannien und den USA.
- Veröffentlichungszeitraum: monatlich, um 13:00 Uhr MSK, in den mittleren Tagen des Berichtsmonats;
- Land der Veröffentlichung: Deutschland;
- Bedeutung: mittel.
- Offizielle Website: www.zew.de/en/
Was ist der Kern des ZEW-Index?
Experten geben an, welches Szenario sie als am wahrscheinlichsten betrachten – Verbesserung, Verschlechterung oder Aufrechterhaltung des aktuellen Zustands. Die Daten zu jedem Fragepunkt werden gemittelt, danach wird die Differenz zwischen dem Prozentsatz positiver und negativer Antworten berechnet (neutrale Antworten werden nicht berücksichtigt). Diese Differenz ist der Indikator. Ein positives Wert bedeutet, dass die Experten eine Verbesserung erwarten, ein negativer Wert deutet auf eine negative Prognose hin.
Wie beeinflusst der Wirtschaftsindex den Devisenmarkt?
Da der Indikator die Erwartungen für die Eurozone beschreibt, wirkt sich die Veröffentlichung des ZEW-Index zunächst auf Devisenpaare mit Euro aus. Bei einem Anstieg des Index steigt der Euro, andernfalls verliert er an Stärke. Es ist zu beachten, dass die Veröffentlichung des ZEW-Index einen mittleren Einfluss auf den Devisenmarkt hat.