Der Verbraucherpreisindex (CPI) in Großbritannien lag im April bei 0,2 % monatlich (-0,1 % jährlich), gegenüber einer Markterwartung von 0,4 % monatlich (0,0 % jährlich). Im März betrug der CPI 0,4 % monatlich (0,0 % jährlich).

Der Kernverbraucherpreisindex sank auf 0,8 % jährlich im April gegenüber 1,0 % jährlich im März, was sehr signifikant ist.
Der stärkste Beitrag zum Preisschwund kam aus dem Bereich Transportdienstleistungen, insbesondere Flug- und Seetransporttarife, die zeitlich mit Ostern zusammenfielen, was vermutlich ein Faktor war.
Der Bank of England und insbesondere Mark Carney, als Leiter des Regulators, ist für die Preisstabilität in Großbritannien verantwortlich. Nach dem ersten jährlichen Rückgang der Preise seit der Einführung des Indikators wird der Bank of England unter Druck geraten, den Wirtschaftswachstum in dem Land vor seinem Volk zu verantworten.
Mit einer Neigung zur Verschärfung der Geldpolitik wird eine Lockerung dieser Politik ein bedeutendes Ereignis sein.
Analysten von ForTraders.org berichten, dass der GBP/USD-Kurs sowohl vor als auch nach der Veröffentlichung und im Anschluss an die Daten stark abgesackt hat. Ein schwacher Pfund könnte möglicherweise nicht nur die Wirtschaft des Landes, sondern auch die Inflation unterstützen, obwohl es noch weit entfernt ist, da der Pfund immer noch relativ stark ist.