Der ZEW-Index der Unternehmensstimmung vom 16.06.2015:
- Marktprognose für Juni: 37,5 Punkte;
- Wert für Mai: 41,9 Punkte.
Laut Erwartungen wird der Indikator zum dritten Monat in Folge sinken, nach einem langen Wiederherstellungszeitraum ab Oktober 2014.
Im vorherigen Monat sank der ZEW-Index aufgrund der Tatsache, dass befragte Experten nicht mit so schwachen Daten zum Wachstum des BIP in Deutschland im ersten Quartal rechneten.
Tatsächlich zeigt die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal keine besonderen Erfolge. Laut PMI-Indizes in der Industrie und im Dienstleistungssektor kehren die Wachstumsraten der Geschäftstätigkeit in dem Land zu den Niveaus von Ende 2014 bis Anfang 2015 zurück. Obwohl das quantitative Easing der EZB positive Auswirkungen auf die Inflationsstabilität hatte und sie wieder ansteigen ließ, wirken diese Faktoren noch nicht auf das Wirtschaftswachstum ein.
Zusätzlich kann die Situation in Griechenland nicht gelöst werden, was sicherlich Investoren und das Geschäftsleben beunruhigt. Ein griechischer Zahlungsausfall oder der Austritt aus dem Euro-Raum könnte Schaden an den geschäftlichen Beziehungen anrichten und die Erwartungen der Unternehmenskreise wahrscheinlich verringern.
Was ergibt sich daraus? Die Zahl der Optimisten unter den deutschen Unternehmern wird weiter abnehmen und sehr wahrscheinlich die Marke erreichen, die in der Marktprognose für den ZEW-Unternehmensstimmungsindikator festgelegt ist. In der Währungspaare EUR/USD könnten dann einige Schwankungen auftreten, bei denen Spekulationsgeschäfte getätigt werden können. Dabei sollte man nicht nur auf die Statistik achten, sondern auch auf den gesamten Nachrichtenstand, da die Lage in Griechenland momentan wichtiger ist. Es handelt sich um den einzigen so globalen Risiko, das auf keinen Fall übersehen werden darf.
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