30 April, 2026 • Aktualisiert 24 Oktober, 2026

Trader (Händler) an den Finanzmärkten

ForTrader.org
Ein Trader ist jemand, der mit Finanzinstrumenten handelt, um Gewinn zu erzielen – etwa mit Währungen am Forex-Markt.

Wer ist ein Forex-Trader?

Trader (englisch für „Handeln“) ist eine Person, die handelt – also ein Händler. Der Begriff wird an den Finanzmärkten für Personen verwendet, die mit entsprechenden Finanzinstrumenten handeln: Währungen, Wertpapieren, Rohstoffen, Futures usw. Ein Währungshändler oder Forex-Trader ist daher jemand, der auf dem Forex-Markt mit Währungen handelt.

Wer ist ein Trader?

Welche Arten von Tradern gibt es am Devisenmarkt?

Für Forex-Trader existieren mehrere übliche Klassifikationsmethoden. Nach dem Grad der Professionalität unterscheidet man zwischen Profis und Laien:

  • Professioneller Trader – eine Person mit entsprechender Ausbildung, die als Trader bei Banken, Devisenhändlern (Dealing Centern), Investmentfonds oder selbstständig tätig ist. Mit anderen Worten: Für einen professionellen Trader ist der Handel am Forex-Markt die Hauptquelle des Einkommens – seine Berufstätigkeit.
  • Gelegentlicher Trader (Hobby-Trader) – eine Person, für die der Handel keine primäre Einkommensquelle darstellt, sondern lediglich eine Möglichkeit zur zusätzlichen Einkommensgenerierung und Vermögensvermehrung.

Trades können sich auch nach ihrer Analysemethode unterscheiden:

  • Trader, die technische Analyse anwenden. Zu dieser Gruppe zählen Händler, die zur Marktanalyse verschiedene Instrumente der technischen Analyse nutzen: grafische Chartmuster, technische Indikatoren, Candlestick-Analyse, Wellentheorie und andere Methoden.
  • Trader, die fundamentale Analyse anwenden. Diese Gruppe umfasst Händler, deren Handelsentscheidungen auf fundamentalen Daten beruhen: makroökonomische Statistiken, Geldpolitik der Zentralbank, Börsen- und wirtschaftliche Ereignisse usw. Diese Analyseform erfordert fundierte Kenntnisse, Erfahrung im Umgang mit großen Informationsmengen und ähnliches.
  • Trader, die eigene Analysemethoden verwenden. Diese Trader betrachten den Forex-Handel eher als ein risikoreiches Spiel und nutzen wahrscheinlichkeitstheoretisch basierte Ansätze zum Öffnen und Verwalten von Positionen – beispielsweise das Martingale-System.
  • Intuitive Trader. Diese Gruppe ist sehr klein. Sie umfasst erfahrene Profis, deren langjährige Praxis es ihnen ermöglicht, Handelsentscheidungen rein intuitiv zu treffen – allein durch einen Blick auf das Preischart.

Nach ihrer Handelsstrategie werden Devisenhändler wie folgt klassifiziert:

  • Scalper (Pip-Trader) – ein Trader, der innerhalb eines Handelstages zahlreiche kurzfristige Transaktionen mit minimalem Gewinn pro Trade ausführt.
  • Intraday-Trader – ein Trader, der Positionen während des Handelstages eröffnet und diese unbedingt noch vor Marktschluss wieder schließt.
  • Kurzfristiger, mittelfristiger und langfristiger Trader – unterscheiden sich nach der Haltezeit einer offenen Position: von einem bis mehreren Tagen, von mehreren Tagen bis zu mehreren Wochen bzw. von mehreren Wochen bis zu mehreren Monaten.

Natürlich ist diese Einteilung in Kategorien nur bedingt aussagekräftig, da viele Trader mehrere Analysemethoden kombinieren, um ihre Handelseffizienz zu steigern.

Was muss man wissen, um Trader zu werden?

Um Trader zu werden – wie in jedem Beruf – benötigt man zunächst ein Grundlagenwissen. Hierfür gibt es zwei gängige Wege:

  • Ausbildung über Trader-Kurse. Die meisten Devisenhändler (Dealing Center) bieten Schulungen für Trader an – sowohl vor Ort als auch online via Webinare. Ein motivierter Anfänger erhält hier garantiert die notwendigen Grundkenntnisse für den Forex-Handel. Alle Kurse sind jedoch kostenpflichtig; die Gebühren richten sich nach Intensität und der jeweiligen Preispolitik des Anbieters.
  • Selbststudium. Interessierte Anfänger können kostenlos auf zahlreiche deutschsprachige (und nicht-deutschsprachige) Online-Ressourcen zurückgreifen. Der Lernaufwand ist allerdings deutlich höher, da umfangreiche Lehrmaterialien intensiv durchgearbeitet werden müssen.

Wie wird man ein Devisenhändler?

Der Handel am Forex-Markt erfolgt über Handelsterminals von Forex-Brokern, Devisenhändlern (Dealing Centern) und Geschäftsbanken. Um zu beginnen, wählt man einen Anbieter aus, der Forex-Handelsdienstleistungen anbietet, registriert sich dort, lädt das Handelsterminal herunter und eröffnet ein Konto.

Zur Verbesserung der Handelsfähigkeiten stellen alle Anbieter Anfängern die Möglichkeit bereit, kostenlos ein Demokonto zu eröffnen. Auf diesem Konto handelt der Anfänger mit virtuellem Kapital.

Ein Demokonto hilft dem Neuling nicht nur dabei, die geeignete Handelsmethode und -art zu finden sowie seine Fertigkeiten zu verfeinern, sondern auch, ohne finanzielles Risiko eine profitable und effektive Handelsstrategie zu entwickeln.

Sobald der Anfänger am Demokonto regelmäßig Gewinne erzielt, kann er auf ein echtes Handelskonto wechseln – ebenfalls bei jedem Forex-Broker verfügbar. Nach der Einzahlung eigenes Kapitals kann der Trader mit dem realen Handel am Forex-Markt beginnen.

Gemeinschaften und Online-Ressourcen für Forex-Trader

Früher oder später stellt jeder Anfänger fest, dass die Grundkenntnisse – ob aus Kursen oder Selbststudium – für erfolgreiches Handel nicht ausreichen. Daher beginnt er mit der kontinuierlichen Weiterbildung.

Für Devisenhändler gibt es spezielle Online-Plattformen oder Forex-Foren, auf denen man gezielt Wissen sammeln, erfahrenen Tradern Rat einholen, neue Handelsmethoden und Regeln erlernen, aktuelle technische Indikatoren und Strategien kennenlernen sowie eigene Einschätzungen zum aktuellen Devisenmarkt austauschen kann.

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